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Nach Unfall mit zwei Toten auf A20: Ermittlungen gegen zwei Polizisten

  • Die Polizei ermittelt gegen zwei Polizisten aus Schleswig-Holstein.
  • Sie lassen Anfang August einen mutmaßlichen Unfallverursacher weiterfahren.
  • Bei dem Unfall auf der A20 bei Wismar sterben zwei Menschen.
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Die Polizei ermittelt nach einem Unfall mit zwei Toten und einem Schwerverletzten auf der A20 bei Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) gegen zwei Polizisten. Die Frage, die im Raum steht: Hätte der Tod der beiden Opfer verhindert werden können? Wie die “Lübecker Nachrichten” berichten, steht die Entscheidung zweier Polizisten aus Bad Oldesloe auf dem Prüfstand. So haben sie den mutmaßlichen Unfallverursacher nach einer Kontrolle weiterfahren lassen. Sie sollen den BMW-Fahrer lediglich gebeten haben, eine 30-minütige Pause einzulegen. Doch nach dem schweren Unfall stellte sich heraus: Der Unfallverursacher war alkoholisiert und hatte 2,11 Promille.

“Drogen- und Alkoholtest abgelehnt”

Ein Verkehrsteilnehmer habe den BMW-Fahrer laut “Lübecker Nachrichten” vor dem Unfall gesehen. Er sei ziemlich schnell und in Schlangenlinien gefahren. Daraufhin rief der Beobachter die Polizei an, später kamen die Beamten. Der aufmerksame Fahrer erzählte den “Lübecker Nachrichten”: “Mir wurde gesagt, dass der Fahrer des BMW einen Drogen- und Alkoholtest abgelehnt habe. Die Beamten hätten ihn daraufhin lediglich gebeten, eine halbstündige Pause einzulegen.”

Wie ein Polizeisprecher Anfang August erklärte, war der 28-jährige Autofahrer aus Mecklenburg-Vorpommern in der Nacht auf der Autobahn 20 bei Wismar mit hoher Geschwindigkeit auf ein vor ihm fahrendes Auto aufgefahren. In diesem Wagen starben der 45-jährige Fahrer und seine 19-jährige Mitfahrerin, beide aus Vorpommern. Ein weiterer 19-jähriger Insasse dieses Wagens wurde schwer verletzt.

RND/am/dpa

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