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Rassistischer Angriff in Erfurt: Alle zwölf Tatverdächtigen sind frei

Am Samstag demonstrierten rund 400 Menschen in Erfurt gegen rechtsextreme Gewalt.

Am Samstag demonstrierten rund 400 Menschen in Erfurt gegen rechtsextreme Gewalt.

Erfurt. Die Staatsanwaltschaft hat nach dem rassistisch motivierten Angriff auf drei Männer aus Guinea in Erfurt keine Haftbefehle gegen die Tatverdächtige erlassen. Es lägen keine Haftgründe vor, begründete ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Erfurt am Sonntag die Entscheidung. Haftgründe seien unter anderem Flucht- oder Verdunklungsgefahr.

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Die Polizei hatte am Samstag zwölf Verdächtige vorläufig fest- und zeitweise in Gewahrsam genommen. Alle seien wieder auf freien Fuß gesetzt worden, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen gegen sie liefen weiter. Die Beamten sprachen von einem “fremdenfeindlichen Übergriff”.

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Innenminister Maier über Freilassung der Tatverdächtigen: “Katastrophe”

Bei der Attacke waren zwei der drei Männer aus Guinea verletzt worden. Ein 21-Jähriger erlitt schwere Verletzungen, sein Zustand war zeitweise kritisch. Der Vorfall ereignete sich vor einem bekannten Treffpunkt der rechten Szene in einem Plattenbaugebiet im Südosten Erfurts.

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Innenminister Georg Maier (SPD) schrieb auf Twitter: “Ich bin schockiert! Erneut rechtsextreme Gewalt in Erfurt. Bin in Gedanken bei den Opfern.” Der Vorfall zeige eine steigende Gewaltbereitschaft in rechtsextremistischen Strukturen. Auch darüber, dass die mutmaßlichen Täter nicht in Haft sitzen, ärgerte den Politiker. “Die Nazi-Schläger von Erfurt laufen alle wieder frei rum. Ich weiß, dass es mir nicht zusteht, die Justiz zu kritisieren. Aber für die Opfer und die Menschen am Herrenberg ist das eine Katastrophe.”

RND/dpa/msk

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