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Erdrutsch in Norwegen: Suche nach Vermissten ruht womöglich für Wochen

  • Nach dem verheerenden Erdrutsch in Gjerdrum in Norwegen am 30. Dezember werden noch immer drei Menschen, darunter ein Kind, vermisst.
  • Weitere Erdrutsche in dem Gebiet lassen die Suche aber ruhen.
  • Während Angehörige auf eine schnelle Fortsetzung hoffen, gehen Rettungskräfte von einer langen Pause aus.
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Gjerdrum. Odd Steinar Sørengen schlief in einem anderen Zimmer als seine 13-jährige Tochter Victoria und seine Lebensgefährtin Ann-Mari (50), als ein Erdrutsch ihr Haus zerstörte und in die Tiefe riss. Während sich der Mann schwer verletzt selbst aus den Trümmern retten konnte, gelten seine Tochter und seine Lebensgefährtin auch anderthalb Wochen nach dem Unglück mit mindestens sieben Toten noch als vermisst.

„Ich habe von der Polizei erfahren, dass es ein, zwei, drei oder gar vier Wochen dauern kann, bis die Suche wieder aufgenommen wird. Damit kann man nicht leben. Das Warten und die Unsicherheit sind nicht auszuhalten“, sagte er der Zeitung „Romerikes Blad“. „Das Einzige, was ich und andere Angehörige wünschen, ist, dass wir unsere Vermissten zurückbekommen, damit wir ein Grab haben, an dem wir sie besuchen können“, sagte der Mann. Er werde nie wieder vollständig sein, wenn er seine beiden Mädchen nicht zurückbekomme.

Erdrutsch in Norwegen: Sieben Tote und weiterhin drei Vermisste

Bei dem Erdrutsch am frühen Morgen des 30. Dezember in Gjerdrum in der Kommune Ask, rund 40 Kilometer von der Hauptstadt Oslo entfernt, wurde etwa ein Dutzend Häuser zerstört, sieben Menschen kamen ums Leben, darunter eine Kleinfamilie mit einer zweijährigen Tochter und einer hochschwangeren Frau.

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Verletzte und Vermisste nach Erdrutsch in Norwegen
0:49 min
Die Retter suchen weiter nach Opfern.  © Reuters

Drei Personen gelten nach wie vor als vermisst. Außer Schülerin Victoria und ihrer Mutter Ann-Mari wird auch nach einer 49-Jährigen gesucht, die zum Unglückszeitpunkt mit ihrem Hund spazieren war – sie telefonierte mit ihrem Mann, als sie vom Erdrutsch getroffen wurde. Laut Rettungskräften gibt es keine Hoffnung mehr, die drei Vermissten lebend zu finden.

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Weitere Erdrutsche: Suche für Rettungskräfte derzeit nicht sicher

Die Rettungskräfte suchten in den Tagen nach dem Unglück mit Hochdruck nach den Verschütteten, mussten sich erst Wege freiräumen in dem Areal, das immer wieder von kleineren Erdrutschen erschüttert wurde. Nach einem größeren Erdrutsch am 5. Januar wurden die Rettungsarbeiten vorerst eingestellt, nur einen Tag, nachdem ein Hund lebend aus den Trümmern geborgen wurde.

Offiziell heißt es, dass sie nicht vor der kommenden Woche wieder aufgenommen werden. „Wir können den Wunsch der Angehörigen nachvollziehen, aber wir brauchen einen Plan für die weitere Suche, das hier ist immer noch ein Erdrutschgebiet“, sagte Karl-Vidar Solberg, einer der Koordinatoren des Einsatzes, laut der Zeitung „Dagbladet“. „Der Einsatz muss für die Suchtrupps sicher sein. Wir wollen keine weiteren Menschen verlieren.“

RND/msk

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