• Startseite
  • Panorama
  • Erdbeben in der Türkei: Kind 91 Stunden unter Trümmern begraben - endlich gerettet

Erdbeben in der Türkei: Kind nach 91 Stunden aus Trümmern gerettet

  • Nach dem verheerenden Erdbeben in der Türkei ist ein weiteres Kind aus den Trümmern geborgen worden.
  • Das verschüttete Mädchen hatte rund 91 Stunden unter einem zusammengestürzten Wohnhaus gelegen.
  • Ein Rettungshelfer in der Küstenstadt Izmir hatte die Stimme des Kindes gehört.
Anzeige
Anzeige

Izmir. Ein Kind ist 91 Stunden nach dem schweren Erdbeben in der Türkei aus den Trümmern eines Wohnhauses gerettet worden. Das teilte die Katastrophenschutzbehörde Afad am Dienstagmorgen auf Twitter mit. Nach Angaben des Staatssenders TRT handelt es sich um ein Mädchen mit dem Namen Ayla. Das Alter war zunächst unklar.

Ein Rettungshelfer sagte TRT nach der Rettung in der Küstenstadt Izmir: „Ich habe ihre Stimme gehört. Ich habe meinen Kopf durch eine Lücke gesteckt. Sie hat gesagt: ‚Ich habe so Durst.‘“ Sie habe nach Wasser und Ayran (Getränk mit Joghurt) gefragt. Bereits am Montag war ein dreijähriges Mädchen 65 Stunden nach dem Erdbeben aus den Trümmern gerettet worden.

Video
Izmir: Vierjährige nach 90 Stunden gerettet
1:31 min
Fast vier Tage nach dem schweren Erdbeben ist eine Vierjährige aus den Trümmern eines Gebäudes gerettet worden.  © Reuters
Anzeige

Mehr als 100 Menschen gestorben

Anzeige

Bei dem schweren Erdbeben vom Freitagnachmittag in der Ägäis waren Teile der Westtürkei und auch Griechenlands erschüttert worden. Nach neuesten Angaben kamen mehr als 100 Menschen in der Türkei ums Leben; auf der griechischen Insel Samos wurden zwei Jugendliche von Trümmern einer einstürzenden Mauer erschlagen. Das Zentrum des Bebens lag den Behörden zufolge im Meer vor der türkischen Provinz Izmir. Die türkische Katastrophenbehörde gab die Stärke mit 6,6 an, die US-Erdbebenbehörde USGS sogar mit 7.

In der Türkei verlaufen mehrere Verwerfungslinien. Das Land wird immer wieder von schweren Erdbeben erschüttert. Erst im Januar waren bei zwei Beben in den osttürkischen Städten Elazig und Malatya mehr als 40 Menschen getötet worden.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen