Engländerin meldet sich krank, um das EM-Halbfinale zu sehen, und wird gefeuert

  • Nina Farooqi will um nichts in der Welt das EM-Halbfinale ihrer Nationalmannschaft verpassen.
  • Sie meldet sich krank und schaut das Spiel live im Londoner Wembley-Stadion.
  • Dass sie dort jubelnd von den TV-Kameras eingefangen wird, hat weitreichende Folgen.
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London. Eine Engländerin, die sich krankgemeldet hat, um das EM-Halbfinale ihres Teams live zu verfolgen, ist von ihrem Arbeitgeber gefeuert worden. Zum Verhängnis war ihr dabei ihr exponierter Platz im Londoner Wembley-Stadion geworden: Millionen Menschen sahen die 37-jährige Nina Farooqi jubelnd im Fernsehen – auch ihr Chef.

Als ihr eine Freundin ein Ticket für das Spiel am Mittwoch gegen Dänemark anbot, überlegte die Engländerin nicht lange und sagte zu. Da sie allerdings nicht glaubte, dass ihr Arbeitgeber ihr den Tag freigeben würde, meldete sie sich krank.

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Eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen, wie sich zeigte: Farooqis Platz befand sich direkt hinter einem der Tore, und dort fingen sie Kameras beim Jubel über den Ausgleichstreffer der Engländer und Harry Kanes Siegtreffer in der Verlängerung ein. „Mein Telefon ist regelrecht explodiert, die ganze Welt hat mich jubeln gesehen“, sagte Farooqi der Zeitung „Telegraph“. Sogar aus Australien und den USA habe sie Nachrichten von Freunden bekommen, die sie live im Fernsehen gesehen hatten.

„Ich würde es alles wieder so machen“

Dummerseise hatte auch ihr Arbeitgeber die 37-Jährige, die ja angeblich krank war, jubelnd und in englische Fahnen gehüllt gesehen. „Es ist eine aufregende Zeit für alle in England, und hätten wir die Gelegenheit bekommen, hätten wir ihr die Teilnahme an einem so wichtigen Fußballspiel ermöglicht“, sagte Farooqis Chef Charles Taylor, der ein Bauunternehmen leitet. Aufgrund der Lüge habe er jetzt allerdings keine andere Möglichkeit, als sich von der Mitarbeiterin zu trennen.

Nina Farooqi steht derweil zu ihrer Entscheidung: „Klar ist da ein bisschen Bedauern, schließlich will niemand gefeuert werden. Aber ich hätte es auch gehasst, das Spiel zu verpassen. Ich würde es alles wieder so machen.“

RND/seb

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