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Elefantenführer wird beim Nashornzählen in Nepal von Tiger angegriffen – und stirbt

  • Ein Mann soll in Nepal Nashörner zählen: Dabei reitet er auf einem Elefanten, weil die Dickhäuter eigentlich Schutz vor Wildtieren bieten sollen.
  • Dennoch greift ihn ein Tiger an – der Mann stirbt.
  • Es kommt immer wieder zu ähnlichen Zwischenfällen.
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Kathmandu. Ein Elefantenführer ist bei einer Nashornzählaktion in Nepal von einem Tiger getötet worden. Der 31-Jährige hatte während einer Pause Gras als Futter für seinen Elefanten geschnitten, als der Tiger ihn angriff, wie ein Sprecher des nepalesischen Waldministeriums der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag sagte.

Der Tiger sei eingefangen und in einen Zoo in der Hauptstadt Kathmandu gebracht worden. Der getötete Mann sollte mit Kollegen auf Elefanten reitend gefährdete Panzernashörner zählen. Die Aktion soll zeigen, wie sich deren Population verändert und damit auch, ob Schutzmaßnahmen unter anderem gegen Wilderer greifen.

Bei den Zählaktionen reiten Menschen generell auf Elefanten, da sie oft nur so in den Lebensraum der Nashörner kommen könnten, sagte der Sprecher. Außerdem würden die großen Elefanten den Menschen Schutz vor Wildtieren bieten.

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Freie Elefanten jagen andere Elefantengruppe

Es gibt aber auch immer wieder Zwischenfälle. Zwei Tage vor dem Tod des Elefantenführers sei eine andere Elefantengruppe mit darauf reitenden Menschen von freien Elefanten gejagt worden, worauf einige Menschen heruntergefallen seien und sich verletzt hätten. Sowas passiere häufig, wenn sich Elefanten fürchteten, sagte der Sprecher.

Nach dem Tod des einen Elefantenführers durch den Tiger am vergangenen Sonntag sei die Zählaktion kurz unterbrochen worden. Inzwischen werde sie fortgesetzt und soll Ende des Monats fertig sein. Dazu müssen täglich mehrere Dutzend gefangener Elefanten Menschen in Nashorn-Lebensräume bringen. Insgesamt sollen mehr als 300 Menschen beteiligt sein. Nashörner würden alle fünf Jahre gezählt. Zwischen 2011 und 2015 sei ihre Zahl um 21 Prozent gestiegen, wie die Zeitung „Kathmandu Post“ berichtete. Damals seien 645 Tiere gezählt worden.

RND/dpa

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