Elefant trampelt Touristen in Nationalpark in Simbabwe tot

  • Der Tierarzt aus Kapstadt hatte den Nationalpark Mana Pools in Simbabwe seit 35 Jahren immer wieder besucht, um Elefanten aus nächster Nähe zu beobachten.
  • Nun konnte er einem angreifenden Tier nicht entkommen.
  • Erst vor wenigen Tagen hatte es einen ähnlichen tödlichen Zwischenfall gegeben.
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Harare. Ein Tourist aus Südafrika ist im Mana-Pools-Nationalpark in Simbabwe vor den Augen seines Sohnes von einem Elefanten zu Tode getrampelt worden. Wie die Nationalparkbehörde des Landes am Donnerstag mitteilte, war der 71-Jährige mit seinem 41 Jahre alten Sohn auf einem Morgenspaziergang, als ihn das Weibchen angriff.

Das Opfer sei ein Tierarzt aus Kapstadt gewesen, ein „treuer Tourist“, sagte Tinashe Farawo, der Sprecher der Nationalparkbehörde. Der Mann habe Mana Pools in den vergangenen 35 Jahren fast jedes Jahr besucht. Mana Pools gehört zum Unesco-Weltnaturerbe und ist bekannt für seine großartige Lage am Fluss Sambesi und den Überschwemmungsgebieten, in denen es von Elefanten und anderen Wildtieren wimmelt.

Vater und Sohn seien aus dem Auto gestiegen und etwa 40 Meter weit gelaufen, als der Elefant angegriffen habe, sagte Farawo. „Aufgrund seines Alters schaffte es der ältere Mann leider nicht zurück zum Auto.“ Der Sohn habe mit ansehen müssen, wie das Tier seinen Vater tötete.

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Bereits vor wenigen Tagen tödlicher Zwischenfall

Erst vergangene Woche gab es einen tödlichen Zwischenfall mit einem Elefanten in einem anderen Park. „Wir sind äußerst besorgt, weil allein in einer Woche zwei Menschen getötet wurden“, fuhr Farawo fort und bezog sich dabei auf den Fall, in dem ein Mitarbeiter einer Artenschutzorganisation von einem Elefanten in Victoria Falls im Westen Simbabwes zu Tode getrampelt wurde.

Simbabwes Nationalparks und Umweltgruppen berichten seit einigen Jahren über die Zunahme von Konflikten zwischen Menschen und Wildtieren. Mehr als 40 Menschen sind in diesem Jahr in Parks und anderen ländlichen Gebieten schon durch derartige Zwischenfälle ums Leben gekommen, wie Farawo sagte. Simbabwe leidet unter heißem, trockenen Wetter in dieser Jahreszeit, zu der Nahrung und Wasser knapp für die Tausenden Löwen, Elefanten, Büffel und andere Tiere werden. Auf der Suche danach dringen die Tiere in von Menschen bewohnte Gegenden ein, wie Farawo erklärte.

In Simbabwe leben schätzungsweise 85.000 Elefanten, im angrenzenden Botsuana etwa 130.000. Es sind die größten Elefantenpopulationen der Welt.

RND/AP

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