„Ekelhaft“: Influencer isst angeblich einen Babydelfin

  • Dieses Video sorgt für Entsetzen im Netz.
  • Der Influencer Inscope21 verspeist vor laufender Kamera einen Babydelfin.
  • Ob das Video wirklich echt ist, bleibt jedoch unklar.
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Stuttgart. Bei diesen Bildern dreht sich vielen Instagram-Nutzern der Magen um: Der Influencer Inscope21 hat in einer Instagram-Story offenbar einen Babydelfin verspeist. Zumindest behauptet das der junge Mann aus Stuttgart.

In einem Video ist zu sehen, wie sich der Fitness-Influencer, der mit echtem Namen Nicolas Lazaridis heißt, mit Freunden ein Abendessen zubereitet. Dieses laufe laut eigener Aussage jedoch „auf extremer Gönnerbasis“ ab, wie er erklärt. „Ihr müsst euch einfach mal reinziehen, was wir uns hier an den Start gegönnt haben. Es ist echt ’ne extrem heftige Nummer.“

Und dann zeigt Lazaridis ein Tiefkühlfach. Inmitten von Eis liegt tatsächlich ein kleiner Delfin. „Wir haben uns hier einen Supai-Babydelfin sponsern lassen.“ Geliefert worden sei dieser von einer Firma, die sich darauf spezialisiert habe, „solche Fische zu fangen“, erklärt er. „Der ist extrem selten“, erzählt er weiter. „Ich habe noch nie so was gegessen. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie das hier schmeckt.“ Das Video wird mit dem Wort „Werbung“ gekennzeichnet.

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„Widerlich“

Und dann wird es noch grenzwertiger: Der Influencer drückt in die Haut des toten Tieres und macht einen Instagram-Boomerang – also einen Effekt, der die Szene immer wieder wiederholt. „Ihr wisst, ich hasse Boomerangs, aber hier muss es sein“, schreibt er dazu.

In der nächsten Szene ist zu sehen, wie das Fleisch des Tieres in der Pfanne brutzelt. Beim gemeinsamen Essen stellt der junge Mann dann fest: „Schmeckt ein bisschen nussig irgendwie, gell?“

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Nutzer auf Twitter und Instagram sind außer sich. „Ich dachte, ich kotz aufs Handy, als ich das gesehen hab. Mir ist richtig übel geworden“, schreibt beispielsweise @KittyPimps auf Twitter. Eine andere Userin glaubt: „Es kursiert ja das Gerücht, er habe das mit der Absicht gemacht, um darauf hinzuweisen, wie absurd der Konsum von Nutztieren ist.“ Viele Nutzer beschimpfen den Stuttgarter mit den Worten „ekelhaft“, „widerlich“ oder „dumm“.

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Kein Fangverbot für Delfine

Ob das Video tatsächlich echt ist oder ob es sich um eine Fälschung handelt, ist derzeit völlig unklar. Lazaridis selbst hat sich bislang nicht zu dem Vorfall geäußert. Auch die Firma, die das tote Tier angeblich zur Verfügung gestellt hat, wird in seiner Instagram-Story nicht erwähnt.

Tatsächlich gibt es aber solche Unternehmen. Eine ominöse Firma wirbt im Netz mit dem Fang, der Schlachtung und dem Verkauf von Delfinen. Viel mehr ist darüber jedoch nicht bekannt: Die Seite der Firma besitzt nicht einmal ein Impressum.

Verboten ist das Fangen und Schlachten von Delfinen derweil nicht: Zwar gilt seit 1986 ein internationales Walfangverbot für kommerzielle Zwecke, das gilt aber nur für Großwale. Delfine gehören zu den Kleinwalen – sie fallen nicht unter das Verbot. Vor allem in Japan ist der kommerzielle Fang der Säugetiere weit verbreitet.

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RND/msc

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