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  • Einzigem Zoo in Griechenland droht Schließung: Reserven im Lockdown reichen nur noch einen Monat

Griechenlands einzigem Zoo droht wegen Lockdown die Schließung

  • Seit 7. November sind die Tore des Attischen Zoologischen Parks geschlossen und das Geld wird immer knapper.
  • Mit Leihen, staatlicher Hilfe und Vorverkaufsticket konnte sich der Zoo bislang halten.
  • Die Reserven reichen aber nur noch für einen Monat.
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Athen. Der einzige Zoo Griechenlands gerät im langen Corona-Winter immer mehr in finanzielle Probleme. „So wie die Dinge stehen ... können wir noch einen Monat durchhalten“, sagte Gründer und Geschäftsführer Jacques Lesueur der Nachrichtenagentur AP. „Wie es danach weitergeht, wissen wir nicht.“

Seit fast drei Monaten ist der Attische Zoologische Park in Spata außerhalb von Athen wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Weil es weder zahlende Besucher noch - wie bei anderen Zoos in Europa - genug staatliche Unterstützung gibt, wird das Geld, um die rund 2000 Tiere zu füttern, immer knapper.

Zoo in Athen kostet auch im Lockdown 200.000 Euro - pro Monat

Anders als andere im Lockdown geschlossene Unternehmen haben Zoos weiter große Betriebskosten, ohne dass Geld in die Kasse kommt. „Wir sperren zu, aber wir sperren nicht zu“, sagte Lesueur. Unter anderem müssten einige Tierpfleger weiter arbeiten und die Tiere gefüttert und medizinisch versorgt werden. Pro Monat kämen da mehr als 200.000 Euro zusammen.

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Der gebürtige Franzose Lesueur gründete den Zoo in seiner Wahlheimat Griechenland im Jahr 2000. Auf 20 Hektar leben dort 290 Spezies, von Elefanten bis zu Präriehunden. Bereits in der ersten Corona-Welle im vergangenen Frühjahr musste der Zoo zwei Monate schließen, seit 7. November ist wieder Schluss. Das sei besonders bitter, denn gerade im Winter mache er das beste Geschäft, sagte Lesueur.

Griechenlands einziger Zoo lebt derzeit auf Pump

Bisher habe er sich über Wasser halten können, weil die Lieferanten Verständnis zeigten und er auf Pump einkaufen könne. Zwei Drittel seiner Angestellten seien in Kurzarbeit, sagte Lesueur. Den Rest der Gehälter für Januar könne er über eine staatliche Hilfszahlung begleichen, die er erwartete.

Auch im Dezember war es schon eng. Da brachten 5000 vorab für die Zeit nach dem Lockdown verkaufte Karten noch ein bisschen Geld in die Kassen. Inständig hofft Lesueur, dass diese Karten bald eingelöst werden können und der Zoo nicht noch für Monate geschlossen bleiben muss.

RND/(AP

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