Ein Wunder: Baby überlebt Chemotherapie im Bauch der Mutter

  • Eine seltene und aggressive Form des Brustkrebes bedroht das Leben einer Schwangeren und ihres ungeborenen Kindes – die Ärzte prognostizieren den Tod ihres ungeborenen Kindes.
  • Trotz aller Widrigkeiten kämpfen beide um das Leben.
  • Im Juli wird dann „Wunderkind“ Bradley geboren.
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Für Jade Devis aus Rancho Cucamonga im amerikanischen Bundesstaat Kaliforniern ist es ein wahrer Glücksfall, dass ihr Baby noch am Leben ist. Wie Kten und „People.com“ berichten, war die 36-Jährige gerade einmal ein paar Wochen schwanger, als die Ärzte die ernüchternde Diagnose feststellten. Sie hatte eine seltene Form des Krebses, den sogenannten dreifach negativen Brustkrebs im zweiten Stadium. Diesem Krebs fehlen mit Östrogen, Progesteron und HER-2/neu-Gen drei Rezeptoren, die das Tumorwachstum anregen.

„Er kämpfte, also musste ich auch kämpfen“

Da diese drei Rezeptoren fehlen, funktionieren Behandlungen, die den Krebs kontrollieren, nicht. Die Möglichkeit, die dann bleibe, sei die Chemotherapie. „Sein Herz schlug. Ich konnte ihn in mir fühlen. Er kämpfte, also musste ich auch kämpfen“, sagt die 36-Jährige. Dennoch meinten die Ärzte, dass das Überleben ihres Kindes quasi ausgeschlossen sei.

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Im Juli bringt sie ihr Kind auf die Welt

„Ich wusste nicht, wie ich mich bezüglich der Schwangerschaft fühlen sollte, bis mir gesagt wurde, dass ich die Schwangerschaft nicht fortführen sollte“, sagte die 36-Jährige. „Das war der Zeitpunkt, in dem etwas in mir aufstieg – ich wollte mein Baby behalten, weil ich es niemandem erlauben wollte, über das Schicksal meines Kindes zu bestimmen.“ Eine Operation, eine Chemotherapie und vier Monate der Sorge später brachte Devis ihr „Wunderkind“ namens Bradley zur Welt. Den schwierigen und harten Weg haben sowohl Kind als auch Mutter erfolgreich gemeistert.

Auf der Bildschirmdarstellung einer Magnetresonanz (MR)-Mammografie ist ein winziger Tumor in der Brust einer Patientin zu sehen. © Quelle: Jan-Peter Kasper/zb/dpa

„Wenn ich es ignoriert hätte, wäre ich tot gewesen“

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Bereits im März hatte die alleinerziehende Mutter einen Knoten in ihrer Brust gespürt. Sie sei sich sicher gewesen, dass da etwas nicht stimmen konnte. Ein Radiologe glaubte, dass dieser Knoten durch die Schwangerschaft entstanden und damit harmlos sei. Dennoch vertraute die Mutter ihrem Bauchgefühl und unterzog sich einer Biopsie. Die ernüchternde Botschaft folgte auf dem Fuß.

„Wenn ich es ignoriert hätte, wäre ich tot gewesen“, sagt sie gegenüber der Loma-Linda-Universitätsklinik, in dessen Behandlung sie sich begab. Heute hat sie ihren Krebs nahezu besiegt. „Devis bekommt ihre letzte Infusionstherapie Ende November, aber sie ist dankbar, ihren Sohn zu haben“, erklären Offizielle des Klinikums in einer schriftlichen Erklärung. „Ihre Ärzte sind zuversichtlich, dass sie am Ende ihrer Behandlung krebsfrei sein wird.“

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RND/mw