Ein Toter und mehrere Verletzte bei Wohnungsbrand in Greifswald

  • Beim Brand einer Hochhauswohnung im elften Stock ist ein Mann ums Leben gekommen.
  • Mehrere Menschen wurden verletzt - darunter ein betagtes Ehepaar, das Polizisten zehn Etagen nach unten trugen.
  • Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Brandstiftung.
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Greifswald. Bei einem Brand in einem Hochhaus in Greifswald ist am Samstag ein 69-jähriger Mann ums Leben gekommen. Seine 64 Jahre alte Lebensgefährtin erlitt eine Rauchvergiftung und wurde schwer verletzt, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Das Feuer war aus noch unbekannter Ursache in der Wohnung des Paares im elften Stock ausgebrochen.

Drei weitere Personen - eine 80-jährige Frau sowie ein 84 und 89 Jahre altes Ehepaar aus der Wohnung direkt unter der Brandwohnung - wurden schwer verletzt. Vier Polizisten trugen das Ehepaar zehn Etagen nach unten, weil die Senioren das Haus nicht selbst zu Fuß verlassen konnten. Die vier Polizisten erlitten leichte Rauchvergiftungen, ebenso acht weitere Personen.

Kripo ermittelt wegen Brandstiftung

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Nach dem Ausbruch des Feuers räumten die Rettungskräfte der Berufsfeuerwehr und der Polizei Greifswald das Hochhaus. 105 Bewohner mussten das Gebäude verlassen. Sie wurden vorübergehend in einer Sporthalle untergebracht. Das Feuer konnte gelöscht werden. Am Sonntag war ein Brandursachenermittler in dem Gebäude. Demnach ist ein technischer Defekt an Geräten eine mögliche Ursache. Die Geräte seien aber völlig zerstört und könnten nicht mehr untersucht werden.

In dem betroffenen Hausaufgang sind mehrere Wohnungen nicht mehr bewohnbar. Deren Mieter wurden in Ersatzwohnungen der Wohnungsbau-Genossenschaft untergebracht. Die anderen Bewohner konnten zurückkehren. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Brandstiftung.

Innenminister Lorenz Caffier (CDU) dankte Feuerwehr, Polizei und Unterstützungskräften für ihren Einsatz bei dem schweren Brand. Ein solcher Einsatz sei schwer und belastend. Feuerwehr und Polizei hätten ihre Professionalität unter Beweis gestellt. Den Angehörigen des Toten sprach er sein Beileid aus, den Verletzen wünschte er gute Genesung.

RND/dpa

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