USA

Ein Terroranschlag brachte sie zusammen

Beim Anschlag auf den Boston-Marathon im Jahr 2013 verlor Roseann Sdoia ihr rechtes Bein. Dass die 48-Jährige überhaupt überlebte, verdankte sie einem Feuerwehrmann. Fast vier Jahre später wollen beide heiraten.

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Boston. Als kurz vor dem Ziel des Boston-Marathons zwei Bomben explodierten, verlor Roseann Sdoia ihr rechtes Bein und wäre vermutlich verblutet, wenn ein Feuerwehrmann sie nicht notversorgt hätte. Das Happyend der Geschichte: Fast vier Jahre später wollen die 48-Jährige und der Mann, der ihr Leben rettete, heiraten.

Bei dem Attentat im April 2013 hatten die Brüder Dschochar und Tamerlan Zarnajew innerhalb von 13 Sekunden zwei Rucksackbomben im Zielbereich gezündet. Dabei wurden drei Menschen getötet und 264 verletzt.

Mehrere Besuche im Krankenhaus

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Roseann Sdoia hatte es am Oberschenkel erwischt. Feuerwehrmann Mike Materia hatte ihren Oberschenkel mit einem Gürtel abgebunden und ihre Hand gehalten, als sie in Krankenhaus kam. Später hatte er sie noch ein paar Mal besucht und ihr Mut zugesprochen.

Aus der Bekanntschaft, die so tragisch begonnen hatte, wurde Freundschaft und dann Liebe. Der 37-jährige Mike war es, der sie aus dem Tief holte, in das die leidenschaftliche Langstreckenläuferin gefallen war, nachdem sie sich zunächst nur noch auf Krücken fortbewegen konnte.

Gemeinsamer Auftritt beim Treppenlauf

Er begleitete sie zur Reha und war zur Stelle, als sie eine Prothese bekam. Vor dem Stufenlauf hatten sich die beiden noch verlobt und jetzt planen sie die Hochzeit, die sie in den nächsten Wochen im kleinen Kreis feiern wollen.

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Im Ziel des Treppenlaufs in New York: Roseann Sdoia (li.) und ihr verlobter Feuerwehrmann Mike Materia.

Zuvor nahmen beide gemeinsam am Mittwoch an einem Treppenlauf im „Empire State Building“ teil und kamen erschöpft aber glücklich nach 1576 Stufen oben an. Roseann mit Hilfe ihrer fünf Kilo schweren Prothese, ihr Zukünftiger in voller Feuerwehrmontur.

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Noch im letzten Jahr hatte sie nicht gedacht, dass sie das schaffen würde. Denn damals hatte sie auf die Frage, was sie in ihrem neuen Leben am meisten hasse, gesagt: „Stufen.“

Von Dierk Sindermann/RND/zys

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