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Ein Jahr nach Tumulten im Düsseldorfer Rheinbad: Anklage gegen Jugendlichen erhoben

  • Drei mal wurde das Düsseldorfer Rheinbad im vergangenen Sommer geräumt, nachdem es dort Tumulte gab.
  • Die Justiz hat den Fall jetzt aufgearbeitet: Ein Mann muss 600 Euro Strafe zahlen, ein Jugendlicher kommt vor Gericht.
  • Er hatte eine Angestellte mit dem Tod bedroht.
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Düsseldorf. Knapp ein Jahr, nachdem Tumulte im Düsseldorfer Rheinbad bundesweit für Aufsehen gesorgt haben, hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen Jugendlichen erhoben. Der damals 16-Jährige soll am Tag der dritten Räumung zu einer Bediensteten des Bades gesagt haben, er klatsche sie an die Wand, wenn er sie privat treffe. Danach soll er der Frau laut Anklage gedroht haben, sie zu töten. Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur sagte, wurde Anklage wegen Bedrohung erhoben. Der Prozess nach Jugendstrafrecht soll am 16. September vor dem Düsseldorfer Amtsgericht beginnen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde ein zweites Verfahren gegen einen damals 27-Jährigen mit einem Strafbefehl rechtskräftig beendet. Der Mann muss 30 Tagessätze á 20 Euro - also 600 Euro - zahlen, nachdem er bei der dritten Räumung des Bades eine Polizistin derb beleidigt hatte.

Rheinbad wurde von der Polizei geräumt

Das Rheinbad war am 29. und 30. Juni sowie am 26. Juli 2019 mit Hilfe der Polizei geräumt worden. Die Anzeigen gegen den damals 16-Jährigen und den damals 27-Jährigen vom 26. Juli waren die einzigen Straftaten, die während der Tumulte von der Polizei aufgenommen worden waren.

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Das Düsseldorfer Rheinbad war Ende Juni zwei Mal und an besagtem 26. Juli 2019 noch einmal mit Unterstützung der Polizei geräumt worden. Über den ersten Vorfall hieß es später in einem Bericht der Stadtverwaltung, dass es zunächst einen Streit zwischen Jugendlichen und einer Familie gegeben habe, die von Jugendlichen umringt und attackiert worden sei. Das Personal rief die Polizei zur Hilfe. Später hätten etwa 300 bis 400 Personen Mitarbeiter attackiert, Stühle ins Wasser geworfen und den Sprungturm gestürmt.

Politische Debatte ausgelöst

Die Umstände vor allem der letzten Räumung hatten eine politische Debatte ausgelöst, bei der unter anderem die mutmaßliche Herkunft der beteiligten Personen eine Rolle spielte.

RND/dpa

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