Eigentümer von Weltkriegspanzer besaß 65 Schusswaffen

  • Ein 84-Jähriger steht in Kiel vor Gericht, weil er Kriegswaffen sowie einen Wehrmachtspanzer besitzt.
  • Bei einer weiteren Durchsuchung finden die Ermittler heraus, dass insgesamt 65 Schusswaffen bei dem Mann registriert sind.
  • Der Senior ist wegen des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz angeklagt.
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Kiel. Bei dem Eigentümer eines Weltkriegspanzers aus einem Kieler Vorort wurden bei einer Durchsuchung auch mehrere Verstöße gegen das Waffenrecht festgestellt. „65 Waffen waren bei ihm registriert“, sagte ein Zeuge vom Ordnungsamt des Kreises Plön am Montag vor dem Kieler Landgericht. Zahlreiche Waffen wurden vom Landeskriminalamt für Tests mitgenommen. Dabei stellte sich heraus, dass darunter zwei vollautomatische Waffen vom Typ Mauser C96 waren. Der 84-Jährige ist wegen des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz angeklagt.

Bei der Durchsuchung der Villa des Mannes an der Kieler Förde waren im Sommer 2015 neben den Waffen ein Weltkriegspanzer vom Typ „Panther“, ein Torpedo, ein Mörser, eine Flugabwehrkanone vom Kaliber 8,8 Zentimeter sowie Munition sichergestellt worden. Die Staatsanwaltschaft wertet neben dem Panzer auch die Flugabwehrkanone und andere Waffen als Kriegswaffe. Dagegen geht die 7. große Strafkammer auf Basis mehrerer Gutachten davon aus, dass es sich nur bei der Flugabwehrkanone nach wie vor um eine Kriegswaffe handeln dürfte.

Zum Waffenfund sagte der Mitarbeiter des Ordnungsamtes: „Vollautomatisch bedeutet, man besitzt eine Kriegswaffe. Die darf ein normaler Waffenbesitzer nicht haben.“ Außerdem wurde bei der Durchsuchung festgestellt, dass drei Waffen des Mannes unterladen waren und eine weitere voll geladen. Nach Angaben des Zeugen kann dies zum Widerruf der Waffenbesitzkarte führen. Zudem war darauf ein Raketengewehr fälschlicherweise als Karabiner erfasst. Der Angeklagte hatte die Waffen nach Änderung des Waffenrechts auf Waffenbesitzkarten 1975 eintragen lassen.

RND/dpa

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