Ehefrau in Cottbus brutal getötet - 32-Jähriger gesteht die Tat

  • Ein Afghane hat seine Frau getötet - das gestand der 32-Jährige zum Prozessauftakt in Cottbus.
  • Das mit äußerster Brutalität verübte Verbrechen beging der Mann aus Verärgerung über die Trennungsabsicht seiner Frau und über ihren westlichen Kleidungsstil.
  • Die Frau hatte noch versucht, sich durch einen Sprung auf das Vordach zu retten - vergeblich.
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Cottbus. Im Mordprozess um den gewaltsamen Tod einer 28-Jährigen in Cottbus hat der Ehemann die Tat weitgehend gestanden. Der 32-Jährige Mann afghanischer Herkunft habe in einer von seinem Verteidiger verlesenen Erklärung zum Prozessauftakt eingeräumt, im Mai nach einem Streit mehrfach mit einem Messer auf seine Ehefrau eingestochen zu haben, berichtete Gerichtssprecher Frank Merker am Mittwoch. Der 32-Jährige habe erklärt, er habe aus Verärgerung zugestochen, weil seine Ehefrau ihn gekränkt und beleidigt habe.

Laut Anklage war die schwer verletzte Frau aus einem Fenster der gemeinsamen Wohnung im zweiten Obergeschoss geflüchtet und auf ein Vordach gesprungen. Dorthin sei ihr der 32-Jährige gefolgt und habe weiter auf die 28-Jährige eingestochen. Dann habe er seine Frau auf die Eingangstreppe des Hauses geworfen und ihren Kopf mehrfach auf die Stufen geschlagen.

Missbilligung des Kleidungsstils als Grund für die Tat

Die Frau starb noch am Tatort. Laut Anklage soll der Mann aus Wut über die von der Frau gewollten Trennung und aus Missbilligung ihres westlichen Kleidungsstils gehandelt haben.

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Das Gericht wolle bei der nächsten Verhandlung am 16. November Zeugen hören, die die Tat beobachtet hätten, sagte Merker. Bislang hat das Gericht Termine bis zum 17. Dezember angesetzt.

RND/dpa

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