Ehefrau getötet und in Müll geworfen - Lebenslange Haft

  • Ein Mann, der seine Frau 2019 umgebracht hatte und die Leiche im Müll entsorgte, wurde vom Landgericht in Frankfurt am Main am Freitag zu lebenslanger Haft verurteilt.
  • Er habe sich in Besitz von deren Eigentumswohnung bringen wollen, befand der Richter
  • Dies stehe sittlich und moralisch auf niedrigster Stufe.
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Frankfurt/Main. Weil er seine Ehefrau getötet und die Leiche in den Müll geworfen hatte, ist ein 38-Jähriger vom Landgericht Frankfurt zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die Schwurgerichtskammer ging am Freitag im Urteil von Mord aus Habgier aus.

Die 43-jährige Frau sei im Oktober 2019 von ihrem Mann umgebracht geworden, damit sich dieser in den Besitz der Eigentumswohnung in Frankfurt-Nied habe bringen können, hieß es im Urteil. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig (Aktenzeichen 3490 Js 249009/19).

Zahlreiche Indizien sprechen für die Täterschaft

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„Der Angeklagte ist ein Mensch, der die Ermordung seiner Frau geplant und durchgeführt und anschließend ihre Leiche auf den Müll geworfen hat“, sagte der Vorsitzende Richter. Dies stehe sittlich und moralisch auf niedrigster Stufe.

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Der Ehemann hatte sich bei seiner Vermisstenanzeige bei der Polizei in Widersprüche verwickelt, in dem seit Anfang Februar laufenden Verfahren allerdings keine Aussagen mehr gemacht. Der Vorsitzende Richter erinnerte an zahlreiche Indizien, die für die Täterschaft des Deutschen sprächen.

Bei einer Durchsuchung wurde das Handy der Verschwundenen gefunden

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Unter anderem war bei einer Durchsuchung das Mobiltelefon der Vermissten in der Wohnung gefunden worden. Im Computer des Angeklagten fanden sich darüber hinaus Anhaltspunkte, wonach er nach diversen Tötungsarten gesucht hatte.

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Ein zweites Mordmerkmal konnte die Strafkammer dagegen nicht feststellen, so dass auch die besondere Schwere der Schuld nicht festgestellt wurde. Der Mann könnte also nach 15 Jahren in Haft entlassen werden. Auch die Staatsanwaltschaft hatte in diesem Sinne plädiert.

RND/dpa

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