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  • Edward Colston: “Black-Lives-Matter”-Demo in Bristol - Statue von Sklavenhalter im Fluss versenkt

Bristol: Demonstranten versenken Statue eines Sklavenhalters im Fluss

  • Im 17. Jahrhundert handelte Edward Colston mit Afrikanern, verschiffte und misshandelte sie.
  • Doch die Stadt Bristol hat ihn trotz Protest noch immer mit einem Denkmal geehrt.
  • Menschen, die gegen Rassismus auf die Straße gingen, haben die Bronzestatue nun eigenmächtig entfernt.
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Bristol. Die Statue war schon länger in der Diskussion, mehr als 10.000 Menschen hatten eine Petition gegen das Denkmal unterzeichnet. In der britischen Stadt Bristol haben Demonstranten die Statue eines einstigen Sklavenhändlers gestürzt und im Fluss versenkt.

Bei einer Protestaktion im Zusammenhang mit dem Tod des schwarzen US-Amerikaners George Floyd malten Demonstranten die Bronzestatue zunächst noch mit roter Farbe an – ein Zeichen für das Blutvergießen, für das Colston stand –, ehe sie die Statue unter Applaus in den Avon warfen. In den sozialen Medien sind Videomitschnitte der Aktion zu sehen.

Video
Bei Protesten in Bristol: Sklavenhändler-Statue vom Sockel geholt
1:45 min
Bei Anti-Rassismus-Protesten im englischen Bristol haben Demonstranten die Statue eines Sklavenhändlers von einem Sockel geholt und ins Hafenbecken geworfen.
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Seit 1895 stand in Bristol ein Abbild von Edward Colston, der im 17. Jahrhundert nicht nur Politiker, sondern auch aktiv im Sklavenhandel war – und durch die Ausbeutung von Afrikanern Wohlstand anhäufte. In Bristol war er lange Zeit als Wohltäter bekannt und wurde auf dem Denkmal als “einer der tugendhaftesten und weisesten Söhne der Stadt” geehrt – doch das Geld, mit dem er die Stadt beglückte, stammt aus dem grausamen Handel mit Afrikanern.

Video
RND-Reporter im Zentrum der Proteste: "Eine mächtige Bewegung"
2:03 min
In Washington gehen die Proteste nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd in die nächste Runde. RND-Korrespondent Karl Doemens berichtet aus der US-Hauptstadt.  © RND

“Auf diesen Moment habe ich mein ganzes Leben gewartet”

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Nun also reichte es jenen, die Colston nicht mehr als Helden feiern wollten, Schwarzen wie Weißen, wie “The Independent” berichtet. “Diese Statue war eine Beleidigung für die Menschen in Bristol”, sagte ein Mann, der bei der Aktion zugegen war. “Das ist es, was er verdient hat. Auf diesen Moment habe ich mein ganzes Leben gewartet", schrieb eine Person auf Twitter.

Innenministerin Priti Patel sagte der Zeitung, der Sturz sei “äußerst schändlich, völlig inakzeptabel und schierer Vandalismus”. Das diskreditiere jene, die zur Demonstration gekommen waren, um friedlich und respektvoll ihre Besorgnis über Rassenungerechtigkeit kundzutun, sagte Superintendent Andy Bennet. Man wollte nun Filmmaterial sichten, um die Täter zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen.

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Die Labour-Partei hingegen zeigte sich erfreut über die Aktion. “Das hat mich zum Ausatmen gebracht”, schreibt etwa Dawn Butler. “Jemand, der für unermessliches Blutvergießen und Leiden verantwortlich ist – wir werden den strukturellen Rassismus niemals lösen, solange wir unsere Geschichte in ihrer ganzen Komplexität nicht in den Griff bekommen”, sagte Clive Lewis.

RND/msk

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