Eau de Space – der Duft des Weltraums auf der Haut

  • Der Duftchemiker Steve Pearce entwickelte einst einen Raumstation-Odor, um Astronauten bei der Vorbereitung ihrer Weltraummissionen zu helfen.
  • Jetzt wird der Duft namens Eau de Space in Flaschen gefüllt und für 29 Dollar an Spacemaniacs verkauft.
  • In die Top Ten der Parfüms dürfte er es nicht schaffen – beschrieben wird er als Geruchsmix aus scharf durchgebratenem Steak, Rum und Himbeeren.
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Bevor die Nasa-Astronauten ins All entschwinden, müssen sie sich auf allerhand Veränderungen vorbereiten. Eine davon ist offenbar der Odor des Alls, der Geruch auf einer Raumstation. Scheint so zu sein, als könne dieser einen raumfahrenden Novizen ohne Vorabverkostung umhauen.

Eigens dafür kreierte der Duftchemiker Steve Pearce, Gründer des Unternehmens Omega Ingredients, im Nasa-Auftrag vor zwölf Jahren einen Duft. Der wird jetzt laut Medienwebsite travelandleisure.com in Flaschen abgefüllt und über die Crowdfundingplattform Kickstarter an Weltraummaniacs verkauft.

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Der Duft – eine Mischung aus durchgebratenem Steak, Himbeeren und Rum

Das Projekt startete 2008, als Pearce den Auftrag der Nasa erhielt. Das Erzeugnis sollte riechen wie die russische Mir-Station. Produktmanager Matt Richmond beschrieb den Duft gegenüber dem US-Sender CNN als Kombination aus “scharf durchgebratenem Steak, Himbeeren und Rum”.

Eau de Space heißt die nun kommerziell gewandelte Kreation, die es – so mutmaßt travelandleisure.com – aufgrund der angegebenen Ingredienzen eher nicht in die Top Ten zu Chanel No.5 und Co. schaffen dürfte.

Der olfaktorische Weltraumtrip ist jetzt möglich

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Die Bestandteile des Parfüms scheinen dem Originalgeruch nahezukommen. 2002 hatte sich die Astronautin Peggy Whitson an ihre Zeit auf der Mir erinnert – es habe nah “heißem Metall und gebratenem Steak” gerochen. Immerhin muss die weltraumaffine Zielgruppe der Flacons sich nicht mit einem “Feuchte-Socken-alter-Schweiß”-Mix einnebeln, nachdem sie 29 Dollar auf den digitalen Tresen gelegt hat. So viel soll ein Fläschchen Eau de Space kosten, mit dem alle die, die sich keinen Ausflug mit Elon Musks Raumtransportern leisten können, immerhin olfaktorisch so tun können, als seien sie im Orbit.

Nach dem Eau de Space kommt vielleicht ein Eau de Moon

Bestellt werden kann jetzt, geliefert werden soll im Oktober. Im Preis enthalten ist eine Spende für ein mathematisch-naturwissenschaftliches Bildungsprogramm an Gesamtschulen (K-12-Schools). Omega Ingredients, die schon 200.000 Dollar an Spenden zusammengetragen haben, planen darüber hinaus keine zweite Auflage von Eau de Space.

Weil der große Rummel um Eau de Space aber allzu erfreulich war, könne man sich durchaus ein Eau de Moon vorstellen. Und bis die Nasa dann wieder richtig zu neuen Space-Gestaden abhebt, könnte man für die Astronauten der ersten Mission zum Roten Planeten ein – nur vorerst unkommerzielles – Eau de Mars entwickeln.

RND/big

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