Dürre tötet Elefanten - 55 Dickhäuter verenden in Simbabwe

  • Simbabwe erlebt die verheerendste Dürre seit vielen Jahren.
  • Durch die Wasserknappheit sind in den letzten Monaten mindestens 55 Elefanten verendet, andere Dickhäuter zerstören auf der Suche nach Futter und Wasser Felder.
  • Die Wildschutzbehörde gräbt 400 Meter tiefe Brunnen, um Wasser für die Tiere zu finden.
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Eine verheerende Dürre hat mindestens 55 Elefanten in Simbabwe dahingerafft. Sie seien in den vergangenen zwei Monaten verhungert und verdurstet, teilte der Nationalpark Hwange am Montag mit. "Das Problem ist echt, die Situation verheerend", sagte Parksprecher Tinashe Farawo. Auch andere Tiere wie etwa Löwen seien betroffen.

Mehr als 20 Menschen kamen durch Wildtierangriffe ums Leben

Das südafrikanische Land erlebt derzeit die schwerste Dürre seit Jahren. Außerdem bricht die Wirtschaft ein, was bei der Bevölkerung massive Lebensmittel- und Wasserengpässe verursacht hat. Die Dürre zwingt die Wildtiere, den Park zu verlassen und in nahe gelegenen Gemeinden nach Futter und Wasser zu suchen. Dabei zerstören sie die Ernte und töten manchmal Menschen. Laut Farawo waren es allein in diesem Jahr mehr als 20 Menschen, die bei Wildtierangriffen in Simbabwe getötet worden sind.

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Ein weiteres Problem im Nationalpark Hwange ist demnach auch die Masse der Tiere. Er sei für 15.000 Elefanten ausgelegt, derzeit lebten dort aber 53.000. Dadurch werde nicht nur die Landschaft mit ihren Nahrungsquellen zerstört, auch das Wasser werde weniger, sagte Farawo. Die Wildschutzbehörde hat nach eigenen Angaben Brunnen mit einer Tiefe von 400 Metern gegraben, um Wasser für die Tiere zu finden.

RND/AP