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Mutter getötet und Leiche in Koffer versteckt: neun Jahre Haft für den Sohn

Der Angeklagte verbirgt vor Prozessbeginn im Landgericht von Düsseldorf sein Gesicht hinter einem Aktenordner.

Der Angeklagte verbirgt vor Prozessbeginn im Landgericht von Düsseldorf sein Gesicht hinter einem Aktenordner.

Düsseldorf. Weil er seine Mutter umgebracht hat, ist ein 40 Jahre alter Düsseldorfer zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht sprach den Sohn des Opfers am Dienstag wegen Totschlags schuldig.

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Der arbeitslose Kaufmann hatte die Tat am Montag nach monatelangem Schweigen gestanden. Er habe seine 58 Jahre alte Mutter im Streit mit einem Teppichmesser getötet. „Es tut mir unendlich leid, ich habe die Kontrolle verloren“, sagte er.

Während der Tat habe er unter Drogen gestanden und seine Mutter sei alkoholisiert gewesen. Die Altenpflegerin habe ihn aus der Wohnung werfen wollen, in die er nach der Pleite seiner Messebaufirma wenige Wochen zuvor eingezogen gewesen sei. Das Verhältnis sei angespannt gewesen.

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In dem Fall bleibe „im Dunkeln, was wirklich geschehen ist“, sagte Richter Rainer Drees. „Die Tat war wohl nicht geplant, aber auch nicht so spontan wie geschildert.“

Polizisten hatten Leiche übersehen

Der Fall hatte für Aufsehen gesorgt, weil die Polizei die im Keller deponierte Leiche der Frau übersehen hatte. Trotz einer großangelegten Suchaktion war ein Reisekoffer im Kellerverschlag der Frau zunächst nicht näher untersucht worden.

Die Ermittlungen ins Rollen gebracht hatte der jüngere Bruder des Angeklagten. Der 37-Jährige hatte seine Mutter als vermisst gemeldet, nachdem er zwei Tage nichts mehr von ihr gehört hatte und sie nicht zur Arbeit erschienen war. Bei der Polizei sagte er aus, seine Mutter habe ihm gegenüber beim letzten Telefonat angedeutet, Angst vor ihrem älteren Sohn zu haben.

Erst nachdem eine Hausnachbarin Verwesungsgeruch im Keller wahrgenommen hatte, wurde die Leiche entdeckt. Die 58-Jährige war durch einen langen und tiefen Schnitt in den Hals getötet worden. Die Staatsanwältin hatte zehn Jahre Haft gefordert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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RND/dpa

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