Dritter Todesfall wegen Wilke-Wurst

  • Der Fall keimbelasteter Wurstwaren ist offenbar größer als bisher angenommen.
  • Nach zwei Todesfällen und mehreren Erkrankungen durch Listerien-Keime in Fleischwaren des nordhessischen Wurstherstellers Wilke hat das Robert-Koch-Institut jetzt einen dritten Todesfall bestätigt.
  • Bei den drei Verstorbenen soll es sich um Menschen aus Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt handeln.
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Der Fall keimbelasteter Wurstwaren ist offenbar größer als bisher angenommen: Nach zwei Todesfällen und mehreren Erkrankungen durch Listerien-Keime in Fleischwaren des nordhessischen Fleischverarbeiters Wilke hat das Robert-Koch-Institut jetzt einen dritten Todesfall bestätigt. Nach Angaben des „Spiegel“ handelt es sich bei den drei Verstorbenen um Menschen aus Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt, die „direkt“ oder „indirekt“ an der Listeriose verstorben seien.

Laut Robert-Koch-Institut dürften sich viele Erkrankte über Krankenhäuser oder Altenheime infiziert haben. 37 Erkrankungsfälle aus den Jahren 2014, 2016, 2017, 2018 und 2019 seien demselben Listerioseausbruch zuzuordnen. Die Dunkelziffer der Menschen, die sich an der mit Listerien belasteten Wurst infiziert haben, soll deutlich höher liegen.

Listerien sind Bakterien, die zu Durchfall und Fieber führen können. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem können sie lebensgefährlich sein.

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RND/mha