Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

 

Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Juwelendiebstahl aus Grünem Gewölbe: Laut Anklage waren die sechs Männer bewaffnet

Zwei der Angeklagten stehen im Saal des Oberlandesgerichts Dresden, bevor der Prozess um den Juwelenraub im Grünen Gewölbe des Dresdner Residenzschlosses im November 2019 beginnt.

Dresden. Die mutmaßlichen Täter beim Juwelendiebstahl aus dem Grünen Gewölbe in Dresden waren laut Anklage bewaffnet. Nach der am Freitag zum Auftakt des Prozesses am Landgericht Dresden verlesenen Anklageschrift hatten sie einen Revolver und einer Pistole mit Schalldämpfer bei sich.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Die Anklage listete auch auf, wie akribisch sich die Beschuldigten auf den Coup vorbereitet hatten. Dazu spähten sie mehrfach den späteren Tatort aus und entfernten vor dem Einbruch in die Schatzkammer auch einen Teil des gusseisernen Gitters, das sie anschließend mit Klebematerial wieder einfügten. Auf diese Weise wollten sie am 25. November 2019 - dem Tag des Einbruchs - schneller in das Gebäude eindringen, hieß es.

Angeklagte wären beinahe vor der Tat aufgeflogen

Fast wären einige der Angeklagten der Polizei schon früher ins Netz gegangen. Bei einer der Spähaktionen hatte eine Zivilstreife der Polizei die Betroffenen bei einem unerlaubten Wendemanöver beobachtet, dass sie zu nächtlicher Stunde auf einer Dresdner Straße vollführten. Als die Beamten den Wagen kontrollierten wollten, flüchteten die Beschuldigten mit Tempo 120.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Das Landgericht verhandelt gegen sechs Männer zwischen 22 und 28 Jahren. Sie sind wegen schweren Bandendiebstahls, Brandstiftung und besonders schwerer Brandstiftung angeklagt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, für den Einbruch in das Schatzkammermuseum verantwortlich zu sein. Sie sollen 21 Schmuckstücke mit insgesamt 4300 Diamanten und Brillanten im Gesamtwert von über 113 Millionen Euro entwendet haben.

Die Verteidigung beantragte eine Abtrennung des Verfahrens für die beiden jüngsten Angeklagten, da sie zum Zeitpunkt der Tat erst 20 Jahre alt waren. Deshalb findet das Verfahren der 2. Strafkammer vor der Großen Jugendkammer statt.

RND/dpa

Mehr aus Panorama

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.