Drei Tote und 27 Verletzte bei Bootsunglück in Kalifornien

  • Bei einem Bootsunglück im US-Bundesstaat Kalifornien kommen drei Menschen ums Leben.
  • 27 weitere Personen werden verletzt.
  • Vermutlich sollten die Menschen illegal von Mexiko in die USA gebracht werden, teilt der US-Grenzschutz mit.
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San Diego. Der Untergang eines überfüllten Bootes vor der kalifornischen Küste hat drei Menschen das Leben gekostet. Das Boot kenterte vor San Diego nahe der Halbinsel Point Loma und brach bei schwerem Wellengang auseinander, wie die Behörden mitteilten. Sie vermuteten, dass mit dem Boot Menschen illegal in die USA gebracht werden sollten. 27 Menschen wurden verletzt.

In einem Notruf sei zunächst von etwa fünf Personen im Wasser berichtet worden, erklärte die Feuerwehr von San Diego. Am Unglücksort habe sich dann aber gezeigt, dass es deutlich mehr Menschen seien. „Da sind Menschen im Wasser, gehen unter, werden von der Strömung hinausgezogen“, beschrieb ein Sprecher des Rettungsdienstes, Rick Romero, die Lage.

Romero: „Die Bedingungen waren recht schwer“

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Sieben Menschen wurden aus den Wellen geborgen, darunter drei Ertrunkene, wie Romero erklärte. Ein Mensch sei von einer Klippe geborgen worden, 22 weitere hätten es aus eigener Kraft an Land geschafft. „Als wir dort ankamen, war das Boot praktisch schon auseinandergebrochen“, sagte Romero. „Die Bedingungen waren recht schwer: knapp zwei Meter hohe Wellen, windig, kalt.“ 27 Menschen wurden in Krankenhäuser gebracht, einige davon mit Unterkühlungen.

Die Behörden erklärten, das zwölf Meter lange Kajütboot sei überladen gewesen. Es sei aber größer als die üblichen offenen Holzboote, die meist von Schleppern genutzt werden, um Menschen aus Mexiko illegal in die Vereinigten Staaten zu bringen. Alles deute darauf hin, dass es sich um eine Schlepperoperation gehandelt habe, erklärte Jeff Stephenson vom US-Grenzschutz. Die Nationalität der Menschen sei noch nicht geklärt.

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Die Überlebenden, darunter auch der Kapitän des Bootes, sollten verhört werden. Schmuggler müssen sich in den USA meist vor einem Bundesgericht verantworten, die illegal Eingereisten werden abgeschoben.

RND/AP

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