Drei Babys ohne Hände in Gelsenkirchener Klinik geboren

  • Drei Kinder mit ähnlichen Fehlbildungen werden innerhalb kürzester Zeit geboren.
  • Klinik in Gelsenkirchen lässt die Fälle von Experten untersuchen.
  • Familien kommen aus dem lokalen Umfeld.
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Gelsenkirchen. Ein Schock für die Eltern, ein Rätsel für die Ärzte: In Gelsenkirchen sind zwischen Juni und Anfang September drei Babys ohne voll ausgebildete Hände zur Welt gekommen. Das berichtet die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ am Donnerstag. Geboren wurden die Kinder im Sankt-Marien-Hospital Buer (MHB), dessen Frauenklinik und Geburtshilfe die Mütter erst zur Entbindung das erste Mal untersuchte, wie Unternehmenssprecher Wolfgang Heinberg gegenüber der Zeitung betonte.

Diese Fehlbildung ist auffällig und absolut ungewöhnlich. Aus diesem Grund habe die Klinik, so der Sprecher, umgehend Kontakt zu einer Humangenetikerin der Berliner Charité aufgenommen, damit sie die Vorfälle genau untersuchen kann. Alle Familien wohnen den Angaben nach „im lokalen Umfeld“.

Handteller und Finger „nur rudimentär angelegt“

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Bei zwei der Babys ist die linke Hand deformiert: Beim sonst normalen Unterarm sind die Handteller und Finger jeweils „nur rudimentär angelegt“, heißt es. Bei dem dritten Kind ist mit der gleichen Auffälligkeit die rechte Hand betroffen. Weitere Fehlbildungen wurden nicht festgestellt.

Die Häufigkeit in dem Gelsenkirchener Krankenhaus erinnert an Fälle in Frankreich: Insgesamt 25 Kinder mit genau der gleichen ungewöhnlichen Fehlbildung wurden zwischen 2000 und 2014 in drei französischen Départements geboren. Ihnen allen fehlen Hände, Arme oder Unterarme. Die genaue Ursache für die Häufung wurde bislang nicht aufgeklärt.

RND/hma