Dreckige Toiletten: Berliner Schule schafft Klopapier und Seife ab

  • An einer Schule in Berlin sollen Toilettenpapier und Seife abgeschafft werden, weil es zu viel Vandalismus gibt.
  • Kinder sollen die Hygieneartikel in Zukunft selber mitbringen.
  • Ähnliche Zustände und Probleme mit dreckigen Klassenzimmern und mangelnder Hygiene soll es auch an weiteren Schulen geben.
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Berlin. Das Toilettenpapier und die Seife selber mit in die Schule bringen – klingt zunächst nach einem schlechten Scherz, soll aber an einer Berliner Schule nun wahr werden. An dem Heinrich-Schliemann-Gymnasium am Prenzlauer Berg sollen diese Hygieneartikel nach Angaben von RTL abgeschafft werden, weil es zu viel Vandalismus gibt.

Die Schüler finden das gar nicht lustig: „Ich hab jetzt ein paar Taschentücher dabei“, sagt ein Schüler. Er verstehe sowieso nicht, wieso das Toilettenpapier und die Seife weggenommen werden. Ein weiterer Junge meint: „Manchmal ist das ganz schön doof.“

Sanierung kostet 6000 Euro

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Schulleiter Gert Blach gab auf Anfrage des Senders an, dass die Verordnung eigentlich schon in Kraft treten sollte. Aufgrund der „Diskussionen habe sich jedoch noch zusätzlicher Klärungsbedarf herausgestellt“. Er verstehe die ganze Aufregung überhaupt nicht. „Tatsache ist: Das Problem muss irgendwie gelöst werden, weil sonst die Toiletten nicht zur Verfügung stehen für die Schülerinnen und Schüler“, meint er. Eines der WCs ist derzeit sogar geschlossen, doch auch das klingt nicht nach einer Dauerlösung.

Eltern kämpfen unterdessen für das Recht auf Klopapier – auch wenn die Toiletten schon wieder verwüstet worden sein sollen. Die Sanierung dafür belaufe sich auf 6000 Euro.

Unterricht wegen dreckiger Toiletten abgesagt

Ähnliche Zustände und Probleme mit dreckigen Klassenzimmern und mangelnder Hygiene soll es auch an anderen Schulen geben. So soll an der Rheinhold-Burger-Oberschule in Berlin-Pankow vor einigen Tagen der Unterricht abgesagt worden sein.

RND/ce