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Schwere Vorwürfe

Wegen Regenbogenfahne: Schülerinnen in Dortmund verfolgt und beleidigt

Eine Regenbogenfahne weht während eines Umzugs zum Christopher Street Day. (Symbolbild)

Eine Regenbogenfahne weht während eines Umzugs zum Christopher Street Day. (Symbolbild)

Dortmund. Zu Beginn des „Pride Month“ am 1. Juni haben drei Mädchen in Dortmund eine Regenbogenfahne mit in die Schule gebracht. Die Reaktionen einiger Mitschülerinnen und Mitschülern sorgen für Empörung.

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Die Schülerinnen der Robert-Koch-Realschule wurden über den Schulhof verfolgt, beleidigt und in eine Ecke gedrängt. Einige dieser Szenen sind in einem Instagram-Video der Szene-Influencerin Wiktoria Phillips (28, „Princess Charming“) alias „Wikiriot“ zu sehen. Sie verurteilte den Vorfall scharf.

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Ein Mädchen, das die Robert-Koch-Realschule besucht, habe sie angeschrieben, sagte Phillips. „Heute sind bei uns drei Mädchen mit einer Regenbogenflagge rumgelaufen und alle sind denen hinterher und haben sie mit Wasser nassgespritzt oder geschlagen“, lauteten die Vorwürfe in einer der gezeigten Textnachrichten. Lehrer und Lehrerinnen hätten den Vorfall bemerkt, sollen den Mädchen aber nicht geholfen haben, schrieb die Schülerin weiter.

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Schulleiter bedauert den Vorfall

„Fassungslos“ zeigte sich Schulleiter Wolfgang Siebeck in einem Statement gegenüber der „Bild“-Zeitung. „Wir bedauern den Vorfall zutiefst und versichern, dass die aus dem Video zu entnehmende Haltung nicht die Geisteshaltung der Mehrheit der Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer der Robert-Koch-Realschule widerspiegelt“, ergänzte er.

Der Monat Juni ist im Bewusstsein vieler Leute inzwischen der „Pride Month“. Für Menschen, die sich der LGBTIQ+-Community zugehörig fühlen, ist er eine wichtige Zeit: Denn dann wird oft verstärkt auf Missstände für Lesben, Schwule (G wie Gays), Bisexuelle, Transgender, Intersexuelle und Queere hingewiesen. Seinen Ursprung hat der „Monat des Stolzes“ in New York. Ende Juni 1969 stürmten Polizisten in Manhattan die Bar Stonewall Inn in der Christopher Street. Sie lösten damit einen Aufstand von Schwulen, Lesben und Trans* gegen Willkür aus, weswegen bis heute viele Paraden und Partys auch im deutschsprachigen Raum Christopher Street Day heißen.

RND/nis mit dpa

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