Doppelmörder Jens Söring: „Ich war noch nie im Internet“

  • Nach 33 Jahren wird Diplomantensohn Jens Söring in den USA aus der Haft entlassen.
  • In einem Interview erzählte der für einen Doppelmord verurteilte Deutsche, dass er noch nie ein Smartphone gesehen hat.
  • Jeder Tag sei für ihn ein „Überlebenskampf“ gewesen.
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Nach mehr als 33 Jahren in einem amerikanischen Gefängnis wird Doppelmörder Jens Söring in den nächsten Tagen aus der Abschiebehaft entlassen. Er war 1990 für den Doppelmord an den Eltern seiner damaligen Freundin Elizabeth Haysom (heute 55) verurteilt worden. Er hatte die Tat erst gestanden, sie dann später widerrufen. In einem Interview mit der „Bild“ erzählt der Deutsche nun, dass er im Gefängnis in den vergangenen drei Jahrzehnten die Fortschritte der Technik kaum mitbekommen hat: „Ich habe noch nie ein Smartphone gesehen oder bin im Internet gesurft“, wird er zitiert.

Er erzählt auch, wie er sich die Zeit hinter Gittern vertrieben hat: „Ich habe jeden Tag Krafttraining gemacht und bin viel gelaufen auf dem Laufband im alten Gefängnis.“ Über die Zeit im Buckingham Correctional Center sagt er: „Das Schlimmste, was man sich über Gefängnisse in Amerika ausmalen kann, war dort alles Wirklichkeit. Jeder Tag ist ein Überlebenskampf gewesen. Es hat immer mehr Gangs, Drogen und Tote gegeben.“

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Wann er genau entlassen wird und wo er sich dann in Deutschland aufhalten will, ist bislang unbekannt.

RND


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