Die Weihnachtszeit kann gar nicht früh genug beginnen

  • In den ersten deutschen Städten eröffnen diese Woche die Weihnachtsmärkte, 17 Tage vor dem ersten Advent.
  • Höchste Zeit, findet Sebastian Heintz.
  • Denn die Vorweihnachtszeit kann für ihn gar nicht früh genug losgehen.
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An Weihnachten scheiden sich die Geister. Genauer gesagt an der Frage, wann man denn die Vorweihnachtszeit einläuten darf.

Wenn Ende August die ersten Lebkuchen oder Spekulatius in den Supermarktregalen auftauchen, hat es sich fast schon zum Volkssport entwickelt, Fotos mit abfälligen Kommentaren in sozialen Medien zu posten. Viele andere greifen dagegen beherzt zu, mich eingeschlossen. Es ist eben kein Zufall, dass die meisten Weihnachtssüßigkeiten im Oktober und November verkauft werden.

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Sobald der erste Radiosender den Wham-Ohrwurm „Last Christmas“ spielt, ist das in vielen Büros das Thema des Tages: Wie kann man nur!? Und ja, das Lied ist schrecklich, aber ich bin der Letzte, der etwas gegen frühe Festtagsmusik hätte: Bei uns zu Hause läuft schon seit Wochen das Weihnachtsalbum von Michael Bublé, und nicht nur unsere Tochter summt freudestrahlend mit.

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Weihnachtsgebäck und Adventslieder sind das eine. Doch wenn in dieser Woche, zweieinhalb Wochen vor dem ersten Advent, die ersten großen Weihnachtsmärkte eröffnen, halten das nicht wenige für den Untergang des Abendlandes – der Blick in die Kommentarspalten bei Facebook gibt ein scheinbar klares Stimmungsbild wieder. Manch ein Kirchenvertreter spricht gar vom „Ausverkauf“ des christlichen Festes. Doch muss man das tatsächlich so negativ sehen?

Klar sind Weihnachtsmärkte auch ein Marketinginstrument, um in Zeiten des Onlinehandels mehr Leute in die Innenstädte zu locken. Doch die Nachfrage ist da, viele Besucher lassen sich Glühwein und Bratwurst auch schon vor dem ersten Advent schmecken. Und wenn Menschen aller Konfessionen friedlich und fröhlich zusammen ins Gespräch kommen, kann das doch eigentlich nicht schlecht sein – auch nicht auf einem Weihnachtsmarkt Mitte November.

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