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Die Affen rasen durch die Kleingärten – und die Polizei hinterher

  • Fünf Berberaffen haben in Neustrelitz die Flucht vor dem Rudel ergriffen und sind in einer Kleingartenanlage gelandet.
  • Die Polizei scheuchte sie zurück aufs Zoogelände.
  • Doch dort lassen sie sich nicht einfangen. Nun genießen sie ihre Freiheit.
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Neustrelitz. Aus dem Tiergarten Neustrelitz (Mecklenburgische Seenplatte) ausgebüxte Berberaffen haben am Montag auch die Polizei beschäftigt. Wie eine Polizeisprecherin sagte, ist eine Streife am Vormittag auf die mobile Affengruppe gestoßen, als sie an einer Kleingartenanlage in der Nähe des Tiergartens unterwegs war. Die Beamten stellten fest, dass sich ein verletztes Tier auf einer Wiese befand und drei weitere Affen in der Nähe waren. Die Beamten scheuchten die Tiere zurück, auch der verletzte Affe machte sich davon.

Wie die Leiterin des Tiergartens Constanze Köbing am Montag sagte, stammen die Verletzungen des einen Jungtieres vermutlich von den Rangkämpfen im Berberaffengehege. Nach diesen waren zeitweise sogar fünf der 18 Tiere aus dem Großgehege verschwunden. Inzwischen seien die „Flüchtlinge“ die meiste Zeit über wieder auf dem bewaldeten Zoogelände unterwegs, sollen aber noch eingefangen werden. Solche Rangkämpfe im Affenrudel gibt es jedes Jahr im Frühling. Der Tiergarten soll am 8. März wieder öffnen.

Die fünf Ausreißer sollen ein eigenes Gehege bekommen

Das Berberaffengehege ist für Besucher zugänglich, wenn der Tiergarten geöffnet ist. Es ist mit einem hohen Zaun gesichert, an dem auch Stromleitungen verlaufen. „Wenn die Affen Angst vor ihren Artgenossen haben, ist der Stromschlag aber weniger wichtig“, sagte Köbing. Auch die hohen Bäume im Gehege sind mit Stromleitungen unten gesichert. Erreichen die etwa drei bis vier Jahre alten Affen die Baumkronen, könnten sie über die anderen Bäume hinaus in den Tiergarten und in benachbarte Stadtteile gelangen.

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„Ein weiterer Grund werden die frischen Knospen an den Pflanzen sein“, vermutete Köbing. Tierpfleger versuchen nun, die fünf Ausreißer über Futter in das Gehege zu locken, wo die Tiere vom Rest des Rudels isoliert werden sollen. „Nur so kriegen wir die Spannung aus der Gruppe.“ Man habe zudem mit dem Zuchtbuchführer in Barcelona Kontakt, um eventuell Affen an andere Einrichtungen abgeben zu können. Das sei aber kompliziert.

RND/dpa

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