• Startseite
  • Panorama
  • Dicht an dicht beim Sonnenbaden: Kein Platz für Abstand in Kopenhagen

Dicht an dicht beim Sonnenbaden: Kein Platz für Abstand in Kopenhagen

  • Fotoaufnahmen zeigen, wie Hunderte Dänen zum Sonnenbaden ins Kopenhagener Hafenviertel kommen.
  • Dicht an dicht, nur mit Badeklamotten bekleidet, treffen sich vor allem junge Menschen zum Sonnen und Plantschen – als gäbe es Corona nicht.
  • Anwohner hoffen, dass die Leichtsinnigkeit nicht wieder zu einem Lockdown führt.
Anzeige
Anzeige

Die Corona-Zahlen gehen zurück – das verleitet offenbar zu Nachlässigkeit. In der dänischen Hauptstadt Kopenhagen nutzten Hunderte Dänen das tolle Pfingstwetter mit rund 25 Grad und viel Sonnenschein, um am Hafen abzuhängen. Abstands- und Hygieneregeln oder Mundschutz? Fehlanzeige! Dicht an dicht sitzen und liegen die Menschen am Hafen des Stadtteils Nordhavn.

Auch wenn die Aufnahmen vom Pfingstmontag alarmierend sind, deuteten sich die Vorfälle bereits an, wenn man den sozialen Medien Glauben schenkt. Dort warnten bereits gestern Nutzer die Polizei, dass sich in Nordhavn “viele Idioten” aufhielten und die Beamten dort mal vorbeifahren sollten. Ein anderer Nutzer schrieb am Montag: “Es ist wieder diese Zeit des Jahres... #SocialDistancing.” Eine Frau schreibt: “Einige interessieren die Regeln wahrscheinlich nicht, aber die meisten haben sie offenbar einfach nicht verstanden.”

Dicht an dicht genießen die Dänen das gute Pfingstwetter – Corona zum Trotz. © Quelle: imago images/Ritzau Scanpix
Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Polizei ruft zu Rücksichtnahme und Ortswechseln auf

Die Polizei indes sah sich offenbar nicht zum Eingreifen genötigt. Auf Twitter hieß es seitens der Beamten, dass viele Menschen das gute Wetter am Montag nutzen würden, speziell die Gegenden Sandkaj und Nordhavn seien gut besucht. “Zeigt Rücksicht und haltet Abstand und sucht eventuell auch die anderen schönen Ecken der Stadt auf”, hieß es.

11.699 Corona-Fälle hat Dänemark aktuell, die Zahlen gingen zuletzt aber stark zurück. Zur Zeit werden nur noch rund 120 Menschen in Krankenhäusern behandelt, davon 20 auf der Intensivstation. In den sozialen Medien zeigen sich einige Dänen genervt von jenen, die sich nicht benehmen können. “Ich hoffe, dass diese ganze Aktion nicht wieder einen Lockdown notwendig macht. Ich möchte wirklich gerne bald wieder arbeiten können”, schrieb ein Kopenhagener.

Auch in Deutschland gab es ähnliche Vorfälle: So machten Bilder aus Berlin die Runde – die auch in Dänemark scharf kritisiert wurden. Dort hatten Badende dicht an dicht in Schlauchbooten die Pfingstsonne genossen. Auch auf Sylt gab es Partys am Strand, die von der Polizei aufgelöst wurden.

RND/msk

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen