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  • Deutschland wird Risikogebiet: Großbritannien streicht Bundesrepublik von Liste der sicheren Länder - Quarantäne für Reisende

Großbritannien stuft Deutschland als Corona-Risikogebiet ein – Reisende müssen in Quarantäne

  • Großbritannien streicht Deutschland von der Liste der sicheren Länder.
  • Ab Samstag gilt für deutsche Touristen bei Einreise Quarantänepflicht – ebenso für Einheimische, die aus Deutschland einreisen.
  • Auch Schweden ist von den Regelungen betroffen.
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London. Großbritannien stuft Deutschland als Corona-Risikogebiet ein. Das teilten die britischen Behörden am Donnerstag mit. Gleiches gelte für Schweden. Die Regelungen für beide Länder treten am Samstag um 4 Uhr morgens in Kraft.

Für Briten bedeuten die neuen Regeln, dass sie sich bei Rückkehr 14 Tage in Quarantäne begeben müssen, wenn sie eines der beiden Länder bereist haben.

Deutsche müssen in Quarantäne

Für deutsche Touristen bedeutet die Änderung, dass sie sich bei Einreise nach Großbritannien 14 Tage in Quarantäne begeben müssen. Bislang stand Deutschland auf der Liste der „Travel Corridors“ und war von dieser Regelung nicht betroffen.

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Verkehrsminister Grant Shapps bekräftigte auf Twitter die Wichtigkeit der Liste. „Reisekorridore bleiben für die Covid-19-Bekämpfung der Regierung von entscheidender Bedeutung und halten importierte Fälle unten“, schrieb er.

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England seit Donnerstag im Lockdown

Wegen der stark steigenden Corona-Infektionszahlen hatte England am Donnerstag einen Lockdown verhängt. Menschen dürften dort fortan nur noch aus triftigem Grund aus dem Haus. Pubs, Restaurants, Kulturstätten, Sportzentren und Freizeiteinrichtungen sind bis zum 2. Dezember geschlossen. Der Handel ist eingeschränkt: Nur Supermärkte und andere als notwendig eingestufte Geschäfte dürfen Waren anbieten.

Die neuen Kontaktbeschränkungen sind nicht mit dem ersten Lockdown im Frühjahr zu vergleichen. So ist beispielsweise Sport im Freien erlaubt und Schulen bleiben geöffnet. Schottland, Wales und Nordirland machen ihre eigenen Pandemieregeln. Dort fuhr man bereits früher zeitlich begrenzt das öffentliche Leben weitgehend herunter.

In den vergangenen zwei Wochen zählte Großbritannien mit seinen rund 68 Millionen Einwohnern laut EU-Seuchenbehörde ECDC etwa 465 Fälle pro 100 000 Menschen. Für den staatlichen Gesundheitsdienst NHS gilt nun die höchste Warnstufe. Man steuere auf eine „ernste Situation“ zu, sagte NHS-England-Chef Simon Stevens dem Sender BBC.

RND/msc/dpa

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