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Bahnmitarbeiterin erhebt schwere Mobbingvorwürfe gegen Vorgesetzte und Kollegen

Fahrgäste stehen an einem Gleis am Hauptbahnhof Hannover (Symbolbild).

Hannover.„Meine Arbeit hat mich krank gemacht“: Eine Mitarbeiterin der Deutschen Bahn erhebt schwere Vorwürfe gegen Vorgesetzte und Kollegen. Die 43-Jährige leidet nach eigenen Angaben seit Jahren unter Mobbing und geht jetzt gerichtlich gegen ihren Arbeitgeber vor, berichtet die „Neue Presse“ aus Hannover.

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Als die heute 43-Jährige 2011 zur Bahn kam, sei sie sehr herzlich und freundlich aufgenommen worden, sagte die Betroffene der Zeitung. Dann aber sei sie schnell zum Objekt der Begierde eines Vorgesetzten geworden. „Als ich ihn abwies, wurde es schlimm“, wird die Zugbegleiterin zitiert. Einmal habe er sie aufgefordert, sich vor den Kollegen herumzudrehen, damit sie ihren Po sehen könnten. Während einer Schulung habe ihr ein Trainer Pornofilmchen vorgespielt. Und in Gegenwart von Kollegen sei sie am 14. März 2019 auf das Übelste sexuell beschimpft worden.

Mitarbeiterin spricht von systematischem Mobbing

Die 43-Jährige spricht von systematischem Mobbing durch eine Gruppe von Arbeitskollegen. „Nach der Wahrnehmung der Klägerin besteht der Umgang innerhalb dieser Gruppe im Wesentlichen dadurch, dass zwischenmenschliche Beziehungen geschaffen werden sollen, ohne eine feste Partnerschaft einzugehen“, zitiert die „Neue Presse“ aus einem Schreiben des Anwalts der Frau das Arbeitsgericht.

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Selbst der Bahnvorstand in Frankfurt sei 2019 informiert worden, allerdings nicht mit dem erhofften Ergebnis. „Man hat ihr angeboten, sich auf freie Stellen zu bewerben. Andernfalls wurde ihr eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses vorgeschlagen“, sagte Anwalt Michael Falke der Zeitung. Die 43-Jährige verklagt die Bahn auf 30.000 Euro Schadensersatz wegen Verletzung der Persönlichkeitsrechte.

Die Deutsche Bahn äußerte sich gegenüber der „Neuen Presse“ nicht zu den Vorwürfen, eine Unternehmenssprecherin verwies auf das schwebende Verfahren.

RND/seb

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