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Demo gegen Rassismus in Louisville: Sieben Menschen von Polizisten angeschossen

  • In Louisville haben rund 500 bis 600 Menschen gegen rassistische Polizeigewalt demonstriert.
  • Dabei hat die Polizei mindestens sieben Demonstranten angeschossen.
  • Der Tod eines Schwarzen bei einer Festnahme in Minneapolis hat in den USA Wunden über rassistische Gewalt von Polizisten wieder aufbrechen lassen.
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Louisville. Bei einer Demonstration gegen rassistische Polizeigewalt in Louisville im US-Staat Kentucky sind mindestens sieben Demonstranten von Polizisten angeschossen worden. Das bestätigte die Louisville Metro Police am frühen Freitagmorgen (Ortszeit). Bei der Demonstration, an der sich rund 500 bis 600 Personen beteiligten, habe es "einige Festnahmen" gegeben. Eine Zahl wurde nicht genannt. Berichte über Schüsse bestätigte die Polizei eine halbe Stunde vor Mitternacht.

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Wegen der anhaltenden Unruhen hat Minnesotas Gouverneur Tim Walz den Notstand ausgerufen und die Nationalgarde aktiviert.  © Reuters

Der Tod eines Schwarzen bei einer Festnahme in Minneapolis am Montag hat in den USA Wunden über rassistische Gewalt meist weißer Polizisten wieder aufbrechen lassen. Ein Einzelfall ist das nicht; in Louisville demonstrierten die Menschen, weil Polizisten eine Afroamerikanerin, Breonna Taylor, in ihrer Wohnung erschossen hatten. Die 26-Jährige, eine Medizinisch-technische Assistentin, wurde am 13. März von acht Polizeikugeln getroffen, nachdem Drogenfahnder ihre Wohnungstür eingeschlagen hatten. In ihrer Wohnung wurden keine Drogen gefunden.

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Auslöser der Wut in Minneapolis war ein Video gewesen, das zeigt, wie ein Beamter bei der Festnahme minutenlang auf dem Hals von George Floyd kniet.  © Reuters

Taylors Fall hatte US-weites Aufsehen erregt

Taylors Fall hatte US-weites Aufsehen erregt, nachdem ihre Familie in diesem Monat die Polizei verklagte. Nationales Aufsehen und Empörung hatte zudem die Erschießung des Schwarzen Ahmaud Arbery im Februar in Georgia ausgelöst.

RND/AP

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