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Delta-Variante in Dresdner Wohnhaus nachgewiesen: Behörden ordnen Massentest an

  • Die gefährliche Delta-Mutante des Coronavirus wurde in Dresden bei drei Familien eines Wohnhauses festgestellt.
  • Weil auch Kinder unter den Infizierten sind, sind auch sechs Bildungs- und Erziehungseinrichtungen von Quarantäne und Testpflicht betroffen.
  • Zuvor war in der Stadt schon ein indischer Student an der Delta-Mutante gestorben.
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Delta-Mutante in einem Dresdner Wohnhaus: Die Corona-Variante ist bei vier von zehn Betroffenen aus drei Familien bestätigt worden. Ab Montag will das Gesundheitsamt der Stadt alle Bewohner und Bewohnerinnen des Hauses – etwa 150 Personen – verpflichtend testen lassen. Bereits am Freitag, so berichten die „Dresdner Neueste Nachrichten“, seien alle notwendigen Maßnahmen in die Wege geleitet worden.

Unter den positiv Getesteten sind auch Kinder. Entsprechend seien – so der Erkenntnisstand – sechs Dresdner Gemeinschaftseinrichtungen betroffen. Es handelt sich um eine Kita, drei Grundschulen, eine Oberschule und das Bertolt-Brecht-Gymnasium. Die Kontaktpersonen – Kinder und Beschäftigte – befänden sich bereits in Quarantäne.

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Bereits am 15. Juni war bekannt geworden, dass an zwei Schulen und einer Kita Infektionen mit der Delta-Variante des Coronavirus vorlagen. Davor hatte das Dresdner Gesundheitsamt ein Hochhaus komplett unter Quarantäne gestellt, nachdem ein indischer Student im Zusammenhang mit der gefährlichen Corona-Variante gestorben war.

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Immer mehr Fälle mit Delta-Variante in Deutschland

Der Anteil der Coronainfektionen mit der Delta-Variante steigt auch in Deutschland immer weiter. Laut einem neuen Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) haben sich in der Kalenderwoche 22 (31. Mai bis 6. Juni) 6,2 Prozent der Infizierten mit der Variante angesteckt, die zunächst in Indien entdeckt wurde. In der 21. Kalenderwoche waren das lediglich 3,7 Prozent.

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Immer mehr Expertinnen und Experten warnen deswegen vor dieser Mutante. So sagt der Charité-Virologe Christian Dorsten: „Ich bin mittlerweile so weit, dass ich sage, wir sind hier jetzt im Rennen in Deutschland mit der Delta-Variante.“ Auf einem Online-Kongress für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin verglich Drosten diese Mutante mit der Variante B.1.1.7, die zunächst in Großbritannien veröffentlicht wurde und inzwischen Alpha genannt wird.

Besonders England ist aktuell von Ausbrüchen mit der Delta-Variante betroffen. Das Wachstum der Infizierten mit dieser Variante stieg von Anfang Mai bis Anfang Juni um 50 Prozent an. Vor allem junge Menschen und ungeimpfte Personen sollen zu den Treibern gehören. Inzwischen ist die Mutante sogar für 90 Prozent der Fälle verantwortlich. Deswegen wurde die geplante Aufhebung der Corona-Maßnahme vorerst um vier Wochen verschoben.

Der britische Premierminister Boris Johnson hatte ursprünglich verkündet, dass alle Beschränkungen ab dem 21. Juni nicht weiter gültig sind.

RND/big/ch

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