Dealer-Denkmal in Berliner Park aufgebaut: Das steckt dahinter

  • Ein Künstler hat den Drogendealern im Görlitzer Park in Berlin ein Denkmal gewidmet.
  • Er wollte den Blick für die Menschenrechte schärfen.
  • Die ungewöhnliche Aktion war die Antwort auf eine Pegida-Demo in München.
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Unter dem Motto „Solidarität und Menschenrechte für alle – auch für Dealer“ hatte eine Gruppe um den amerikanisch-französischen Künstler Scott Holmquist von Sonntag auf Montag für 24 Stunden eine drei Meter hohe Bronzestatue im Görlitzer Park in Berlin aufgestellt. Das berichtet die „Bild“-Zeitung.

Die Skulptur mit dem Namen „Letzter Held“ sei Teil einer Demo gewesen, welche die Künstlergruppe als Antwort auf eine Pegida-Demo in München („Wo der Rechtsstaat kapituliert, dealt es sich ganz ungeniert“) vor drei Wochen initiiert hatte, so die Zeitung. Holmquist habe mit der Aktion einen anderen Blick auf die Drogendealer im berüchtigten Park in Berlin-Kreuzberg schärfen wollen. „Es geht darum, wie die Reaktionen auf Park-Drogendealer Ängste, Versuchungen und Wünsche kristallisieren und gleichzeitig die Grenzen von Kontrolle und Solidarität verschieben“, sagte er zur „Bild“. Der Künstler postete die Aktion auch auf seinem Twitter-Profil, wo er sich bei allen Beteiligten für die Unterstützung bedankte.

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Der Görlitzer Park gilt seit vielen Jahren als einer der Schandflecken der Hauptstadt, da dort, vom Gesetz scheinbar unbehelligt, Drogendealer ihre illegale Ware verkaufen können.

RND/fgo