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Dating-App Tinder rettet Deutsche aus dramatischer Notlage am Nordkap

  • Drei Deutsche Camper sind am Nordkap unterwegs, um ein Wohnmobil zu testen.
  • Eisregen bringt sie in eine dramatische Notlage - sie kommen mit dem Fahrzeug nicht mehr weiter.
  • Dann hat einer der Deutschen eine zündende Idee - sie rufen mit der Dating-App Tinder um Hilfe.
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Hamburg. Dank der Dating-App Tinder sind drei Norddeutsche am Nordkap aus einer misslichen Lage befreit worden. Die drei Abenteurer, zwei Männer und eine Frau, waren mit einem Wohnmobil unterwegs, als Eisregen die Straße unpassierbar machte und sie festsaßen, wie Sven Stade am Donnerstag in Hamburg sagte. Er ist Geschäftsführer eines Unternehmens, das Wohnmobile verkauft und die Drei zu Werbezwecken auf die Reise in den Norden geschickt hatte.

Sie sollten das Fahrzeug testen und zudem auf dem Instagram-Account des Unternehmens davon berichten: "Die Straßen vereisten derart, dass auch das Aufziehen der Ketten nicht wirklich half. Dramatisch wurde die Situation dann, als an einem Hang plötzlich nichts mehr ging und das Womo sich nicht mehr sicher steuern ließ. Links von ihnen drohten die Klippen, rechts ein steiler Berg", heißt es in einem Instagram-Post.

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"Herzensguter Bauarbeiter" rettete die Deutschen

"Dass sie dabei in so eine Situation geraten, war nicht geplant. Das hat uns auch eine schlaflose Nacht bereitet", sagte Stade. Offizielle Pannenhelfer hätten erst in zwei bis drei Stunden helfen können, "das ist ja da im Nirgendwo". Dann sei aber einer der Männer auf die verrückte wie schlaue Idee gekommen sei, dass sich ihre Mitfahrerin doch über den Dating-Dienst Tinder nach Männern in der Gegend umschauen könnte - die dann zum Helfer in der Not werden könnten.

Der Account war schnell angelegt und ein "herzensguter Bauarbeiter" habe sich schon nach nur fünf Minuten bei Lonia gemeldet, schrieben die Drei bei Instagram. Das Date nur wenige Minuten später stand und der bärtige Retter brachte sogar seinen Bagger mit. Wenig später waren die Abenteurer wieder frei.

"Die Tinder-Story ist echtes, wirkliches Leben", sagte Stade. Mittlerweile seien die drei Schleswig-Holsteiner übrigens an den Lofoten angekommen. Zuvor hatte die "Hamburger Morgenpost" berichtet.

RND/dpa/seb

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