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Das Desaster mit DHL: eine Familie aus Dresden fühlt sich verhöhnt

  • Eine Familie aus Dresden und ihre in den USA wohnhafte Tochter trennen mehr als 6000 Kilometer.
  • Also schicken sie ihr während der Corona-Krise Pakete – doch die Zustellung macht Ärger.
  • Manche Pakete kommen zerfetzt, kaputt und verspätet an, andere verschwinden gänzlich.
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Dresden. Für die Paketdienstleister ist die Corona-Pandemie Fluch und Segen zugleich: Auf der einen Seite freuen sich große Unternehmen wie DHL, Hermes oder DPD über eine deutlich erhöhte Nachfrage – doch auf der anderen Seite haben sie mit Kapazitätsproblemen, beispielsweise bei der Lagerung von Paketen, zu kämpfen.

In dieser Situation hat eine Familie aus Sachsen besonders häufig schlechte Erfahrungen gemacht. Wie die „Dresdner Neuste Nachrichten“ (DNN) berichten, hat das Ehepaar mehrere Pakete per Premiumlieferung mit DHL zu seiner Tochter in die USA geschickt. Doch dort kamen sie entweder zerfetzt an oder gingen auf dem Weg direkt verloren.

Dresden: Dagmar und Matthias Hegewald mit Quittungen für nicht angekommene oder zerstörte Pakete oder Pakete mit mehr als zwei Monaten Laufzeit in die USA. © Quelle: Dietrich Flechtner
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Die Dresdner ärgern sich vor allem über die hohen Kosten und die schlechte Kommunikation seitens DHL. Auch der Verlust ideeller Gegenstände sei nicht hinnehmbar. Die Mutter, so erzählt sie den „DNN“, habe in mühevoller Arbeit eine Familienchronik für ihre Tochter erstellt, sie sei auf dem Postweg verschwunden.

Corona: DHL ist mit seinem Krisenmanagement zufrieden

Mit ihrem Ärger dürfte die Familie derzeit nicht alleine sein. Denn laut einer Statistik der Bundesnetzagentur gehen mit den gestiegenen Paketzahlen im Zuge der Corona-Krise und den Schließungen im Einzelhandel auch vermehrte Kundenbeschwerden einher.

Aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums an den Linken-Bundestagsabgeordneten Pascal Meiser geht hervor, dass Kunden im Vergleich zu 2019 50 Prozent häufiger eine schlechte Erfahrung gemacht haben. Gerade Branchenführer DHL vereinigt laut Bundesnetzagentur fast zwei Drittel der Beschwerden auf sich.

Beim Paketdienstleister selbst ist man mit dem Management in der Krise offenbar zufrieden: Dem Betrieb sei es gelungen, „trotz einer nie da gewesenen Auslastung der Ressourcen ein unverändert hohes Servicelevel zu erreichen“, so die Deutsche Post DHL Group.

RND/jo

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