Behörde greift durch: Deshalb darf in Weimar der Döner nicht mehr Döner heißen

Eine Reihe Dönerspieße. (Archivfoto)

Eine Reihe Dönerspieße. (Archivfoto)

Weimar. In der thüringischen Stadt Weimar darf das Fladenbrot mit Dönerfleisch vom Drehspieß künftig nicht mehr Döner genannt werden. Verkauft wird stattdessen nun ein „Drehspieß im Fladenbrot“. Schuld daran: das Weimarer Lebensmittelüberwachungsamt.

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Wie unter anderem der MDR berichtet, hat die Lebensmittelbehörde nämlich einen genauen Blick in die Vorschriften geworfen. Denn das Deutsche Lebensmittelbuch schreibt ganz genau vor, was in einen echten Döner alles hineindarf und was nicht: Schaf oder Rind, dazu Hack, abgeschmeckt mit Salz, Eiern, Gewürzen, Öl, Zwiebeln, Milch und Joghurt.

Das Problem: Großhändler, bei denen die Imbisse ihr Fleisch ordern, halten sich nicht an diese Regel, sondern geben Geschmacksverstärker hinzu. Für die Behörde ist klar, dass es sich dann allerdings um keinen Döner mehr handelt. Weimars Imbissbuden müssen nun ihre Speisekarten umstellen. Aus dem Döner wird ein Drehspieß. Für die Kunden ändert sich aber nichts, versprechen die Händler. „Alle sagen trotzdem noch Döner“, verrät einer der Imbissbetreiber dem MDR.

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RND/kiel

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