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Damit er seine langen Haare behalten darf: Mutter will Sohn als „nicht-binär“ erklären

  • Der kleine Farouk ist Kindermodel – und bekannt für seine lockige Mähne.
  • An Schulen in Großbritannien könnte die jetzt allerdings zum Problem werden.
  • Seine Mutter zieht deshalb drastische Maßnahmen in Erwägung.
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London. Der achtjährige Farouk arbeitet als Model, hat 260.000 Follower auf Instagram – und richtig lange, lockige Haare. Genau deshalb droht dem Schüler jetzt allerdings Ärger: Lange Haare bei Jungs sind an vielen britischen Sekundarschulen nicht erlaubt. Seine Mutter zieht nun drastische Maßnahmen in Erwägung, um einen möglichen Schulverweis zu verhindern.

Wie die „Daily Mail“ berichtet, will die Mutter ihren Jungen offiziell als „nicht-binär“ erklären lassen, sollte seine Frisur in der Schule zum Problem werden. Als nicht-binär werden Menschen bezeichnet, die sich nicht in den Kategorien Mann oder Frau repräsentiert sehen.

Bonnie Miller sieht dies als einzige Chance für ihren Sohn, wie sie der Zeitung erklärt. „Ich habe lange nach anderen Möglichkeiten gesucht, ihn an einer Schule anzumelden – das scheint der einzige Weg“, erklärt sie.

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Sexistischer Dresscode

Den Dresscode an UK-Schulen hält die Mutter für sexistisch: „Die Schulen differenzieren klar zwischen Jungs und Mädchen“, erklärt sie. Eine Petition, die von der Mutter initiiert worden war, hat bereits über 1000 Unterschriften. „Ich musste etwas dagegen tun. Die mentale Gesundheit unserer Kinder ist wichtiger.“

Die Schulregeln würden Kindern vermitteln, dass sie nicht anders sein dürfen, beklagt Miller. „Warum bringen wir ihnen in einem so jungen Alter bei, dass lange Haare etwas falsches sind?“

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Als Model in New York und Florenz

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Der kleine Farouk ist in der Vergangenheit schon nach New York und Florenz gereist, um seine beeindruckende Mähne zu präsentieren. Unter anderem lief er dort schon über Laufstege und arbeitete als Model für Kindermodemarken.

„Mein Sohn ist ein Vorbild für alle Jungs mit langen Haaren“, erklärt seine Mutter der Zeitung. „Ich habe schon oft geweint. Nur, weil ich ihm erlaube, er selbst zu sein. Er hat so viele Leben von anderen Kindern verändert.“

RND/msc


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