Covid-Manager in Sizilien wegen Korruption gefasst

  • Ein italienischer Covid-Manager ist in Sizilien wegen Vorwürfen der Korruption geschnappt worden.
  • Insgesamt wurden zwölf Haftbefehle gegen verschiedene Personen beantragt.
  • Dabei ging es um die ungerechtfertige Vergabe von öffentlichen Aufträgen.
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Rom. Der Beauftragte in Sizilien für das Krisenmanagement in der Corona-Pandemie ist wegen Vorwürfen der Korruption gefasst worden. Der Covid-Manager aus Palermo sei neben anderen Verdächtigen in den Hausarrest gekommen, teilte die Finanzpolizei am Donnerstag mit. Insgesamt wurden zwölf Haftbefehle beantragt. Bei den Ermittlungen ging es um die ungerechtfertigte Vergabe von öffentlichen Aufträgen seit 2016.

Es handle sich um "ein Machtzentrum aus untreuen Geschäftsleuten, Unternehmern und Beamten, die den öffentlichen Dienst den privaten Interessen unterworfen hätten, "um ungebührliche und erhebliche wirtschaftliche Gewinne im öffentlichen Gesundheitswesen" zu machen.

Sizilien ist von der Covid-19-Lungenkrankheit nicht so stark wie Norditalien betroffen. Insgesamt gab es dort rund 3500 Infektionen. Allerdings hatten Experten immer wieder vor katastrophalen Auswirkungen in den dort weniger gut ausgerüsteten Krankenhäusern gewarnt, sollte es zu einem größeren Ausbruch auf der Insel kommen. Die jetzigen Ermittlungen bezogen sich auf die letzten vier Jahre - und nicht speziell auf die Covid-Krise.

RND/dpa

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