Coronavirus: Razzia in Italien wegen Betrugs mit Atemschutzmasken

  • Die Angst vor dem Coronavirus ruft auch Kriminelle auf den Plan.
  • Auf Märkten in Italien und im Internet werden Desinfektionssprays zu Wucherpreisen und Mundschutz ohne jedes Qualitätssiegel verkauft.
  • Die Polizei in Mailand ging mit Razzien gegen die Geschäftemacher vor.
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Mailand. Die Angst vor einer Ansteckung mit dem neuen Coronavirus hat in Italien auch Kriminelle auf den Plan gerufen: Auf Märkten und im Internet versuchen manche, Desinfektionssprays zu Wucherpreisen und Mundschutz ohne jedes Qualitätssiegel zu verkaufen. Die Finanzpolizei in Mailand ging am Mittwoch deshalb mit Razzien gegen kriminelle Geschäftemacher vor.

Wie die Behörden am Abend mitteilten, beschlagnahmten sie Hunderte von Schutzmasken. Viele hätten keine sogenannten CE-Zeichen für geprüfte Sicherheit in Europa gehabt.

Lombardei stark vom Coronavirus betroffen

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Auf regionalen Märkten und rund um Bahnhöfe kontrollierten die Beamten die Preise von Sprays, mit denen Hände und Flächen desinfiziert werden können. Auf einem Markt habe ein Straßenhändler Hunderte von Sprayflaschen deutlich überteuert angeboten.

Mailand liegt in der stark von dem Virus-Ausbruch betroffenen Lombardei. Dort, aber auch in anderen Teilen des Landes, waren Desinfektionssprays, die oft nur wenige Euro kosten, und Schutzmasken in Läden und Apotheken zum Teil ausverkauft. Die geschnappten Händler würden für ihren Betrug bestraft werden, hieß es. Was die oft minderwertige Ware kosten sollte, wurde nicht mitgeteilt.

RND/dpa

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