Höchstens fünf Zentimeter: Securitys im Schweizer Parlament müssen sich die Bärte stutzen

  • Als Vorsichtsmaßnahme gegen Corona müssen sich Sicherheitsleute im Schweizer Bundeshaus ihre Bärte kürzen.
  • Ab 1. November gilt für die Mitarbeiter eine Maximallänge des Bartes.
  • Wer dieser Order nicht nachgeht, wird versetzt.
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Es ist eine Order, die unter Schweizer Abgeordneten derzeit viel diskutiert wird: Weil die Bärte einiger Sicherheitsleute im Bundeshaus zu lang sind, sollen diese nun ihre Gesichtsbehaarung kürzen – so berichtet es die Züricher Boulevardzeitung „Blick“. Ab dem 1. November gilt eine neue Dienstanweisung des Bundesamtes für Polizei (Fedpol), wonach die Bärte der Mitarbeiter nur noch maximal fünf Zentimeter lang sein dürften.

Wie das Thema letztlich genau auf die Hausordnung kam, ist nicht ganz klar. Die langen Bärte waren auf jeden Fall Gegenstand einiger Diskussionen unter den Parlamentariern. Die Regelung ist jedenfalls streng und besagt: „Für die Bartträger unter den Sicherheitsassistenten des Bundessicherheitsdienstes gilt ab dem 1. November 2020 eine Maximallänge von fünf Zentimetern ab Kinn“, so zitiert „Blick“ die Presseabteilung der Fedpol.

Polizeisprecher: Das Bartstutzen ist sicherheitsrelevant

Für zwei Sicherheitsleute hat die neue Anweisung laut „Blick“ schon Konsequenzen. Sie hatten zu lange Bärte und wurden deshalb versetzt – und das angeblich im Zusammenhang mit Corona. Dass die neue Bestimmung aufgrund des Infektionsschutzes in Kraft getreten ist, sei jedoch nicht der Fall, entgegnet Fedpol-Sprecher Florian Näf auf Anfrage des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND).

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Vielmehr gehe es bei der Verordnung um ein gepflegtes Erscheinungsbild sowie um sicherheitsrelevante Aspekte. Ein langer Bart könne im Falle eines körperlichen Angriffs ein Sicherheitsrisiko darstellen. Weibliche Mitarbeiter seien deshalb vergleichsweise angehalten, die Haare zusammenzubinden, so der Sprecher weiter. Einzelfälle hätten jedoch gezeigt, „dass wir unsere Erwartungen ans Erscheinungsbild von Bartträgern mittels Dienstanweisung präzisieren müssen.“

RND/hem


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