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Wieder Tausende Menschen bei Protesten gegen Corona-Politik – drei Polizisten in Bautzen verletzt

Gegner und Gegnerinnen der Corona-Politik demonstrieren am Alexanderplatz in Berlin.

Berlin.Tausende Menschen haben am Montagabend wieder in zahlreichen deutschen Städten gegen die Corona-Politik demonstriert. In mehreren Orten formierten sich auch Gegenproteste. Die Demonstrationen verliefen zum großen Teil friedlich, wie die Polizei in den verschiedenen Städten mitteilte. In Bautzen wurden allerdings mindestens drei Polizisten verletzt. Die Beamten seien mit Pflastersteinen und Flaschen beworfen worden. Insgesamt seien rund 500 Menschen durch die Stadt gezogen. Davon seien rund 150 bis 200 gewaltbereite Hooligans und Menschen aus dem radikal rechten Milieu gewesen.

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Berlin

In Berlin protestierten am Montag wieder Menschen gegen die Corona-Maßnahmen. An mehreren Stellen in der Stadt zogen Gruppen mit teils mehreren Hundert Protestierenden durch die Straßen. An einigen Orten gab es auch Gegendemonstrationen. Zu größeren Störungen oder Zusammenstößen kam es nach Angaben der Polizei zunächst nicht. Wie der Deutsche Journalisten-Verband bei Twitter berichtete, zogen „Querdenker“ und Corona-Leugner erneut auch vor das ZDF-Hauptstadtstudio.

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Versammlungen gab es laut Polizei unter anderem in Köpenick, Steglitz, Zehlendorf und Neukölln. Auch vom Alexanderplatz aus zog eine Gruppe in Richtung Brandenburger Tor.

Leipzig

In Leipzig formierten sich am Abend Gegenproteste: Nach Polizeiangaben versammelten sich rund 300 Menschen auf dem Augustusplatz, auf dem sich in den vergangenen Wochen stets die Gegner und Gegnerinnen der Corona-Politik getroffen hatten. Dort sei auch eine kleine Gruppe an Maßnahmengegnern vor Ort gewesen und es habe „kleine Emotionen“ gegeben, sagte ein Sprecher. Grundsätzlich sei es aber friedlich geblieben.

Aufgerufen zu dem Gegenprotest in Leipzig hatte ein Bündnis aus Parteien und zivilgesellschaftlichen Initiativen. Ziel war es, ein Zeichen gegen anhaltende gewaltsame Corona-Proteste zu setzen. Das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ hatte in seinem Aufruf betont, in der Stadt sei kein Platz „für Verschwörungsmythen, Wissenschaftsleugnung, Antisemitismus und Menschenverachtung“.

Dresden

In Dresden protestierten nach Polizeiangaben mehrere Hundert Menschen gegen die Corona-Maßnahmen. Auch hier sei es nicht zu größeren Ausschreitungen gekommen. Im Bereich der Leipziger Straße seien jedoch 150 Maßnahmengegner und -gegnerinnen auf rund 70 Gegendemonstrierende getroffen. Hier habe die Polizei eine Auseinandersetzung verhindert, sagte ein Sprecher.

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Auch in Zwickau seien Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer unzulässigen Versammlung auf eine spontane Gegendemonstration gestoßen, teilte die Polizei mit. Zum Schutz der Gegendemonstrierenden sei eine Polizeikette gezogen worden. Landesweit berichtete die sächsische Polizei an etlichen weiteren Orten von Protesten gegen die Corona-Maßnahmen. So hätten sich in Pirna, Görlitz, Chemnitz oder Freiberg größere Ansammlungen mit jeweils mehr als Hundert Personen gebildet. Die Polizei habe an mehreren Orten Identitäten festgestellt. In Freiberg hätten sich nach ersten Schätzungen etwa 700 Menschen versammelt, die immer wieder der Polizei ausgewichen seien, sagte ein Sprecher. Dort beschädigten zwei Personen ein Polizeifahrzeug. Die Tatverdächtigen konnten gestellt werden.

Gera

Die größten Versammlungen in Thüringen gab es laut Polizei in Gera mit bis zu 1500 Menschen – wobei es hier am Abend noch Zulauf gab – und in Jena mit rund 1000 Menschen. In Erfurt berichtete die Polizei von insgesamt etwa 500 Demonstrierenden.

Jena

In Jena formierten sich am Abend auch mehrere Gegenkundgebungen. Nach Angaben einer Augenzeugin kam es in mindestens einem Fall zu einem direkten Aufeinandertreffen zwischen Gegendemonstranten und Maßnahmengegnern. Die Polizei sei aber schnell dazwischengegangen. Auch in anderen Städten Thüringens sei ein Aufeinandertreffen der beiden Lager unterbunden worden, sagte der Polizeisprecher.

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Köln

In Köln gingen mehr als 1000 Menschen gegen die Corona-Maßnahmen auf die Straße. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Demonstration versammelten sich nach Angaben der Polizei auf dem Roncalliplatz neben dem Dom und begannen von dort aus, durch die Innenstadt zu ziehen. Der ganz überwiegende Teil habe sich an die Maskenpflicht auf dem Platz gehalten, sagte ein Polizeisprecher. Er schätzte die Teilnehmerzahl auf weit über 1000. Die angemeldete Zahl von 1500 Teilnehmenden könnte erreicht worden sein.

Gummersbach

In Gummersbach in Nordrhein-Westfalen demonstrierten nach Polizeiangaben etwa 1800 Menschen gegen eine Impfpflicht. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer seien durch die Innenstadt gezogen, sagte eine Polizeisprecherin. Die Demonstration sei friedlich verlaufen. Nur vereinzelt habe es Verstöße gegen die Maskenpflicht gegeben. Bereits in den vergangenen Wochen habe es angemeldete Demonstrationen in Gummersbach gegeben. Der WDR berichtete über die 1800 Teilnehmer.

Potsdam

Nach einer verbotenen Versammlung von Corona-Kritikern hat die Polizei in Potsdam die Personalien von zahlreichen Teilnehmenden aufgenommen. Sie wies darauf hin, dass die Teilnahme an einer verbotenen Demonstration eine Ordnungswidrigkeit darstelle, die geahndet werde. Trotz des Verbots waren am Montagabend im Bereich der Brandenburger Straße Hunderte Menschen zusammengekommen. „Stellt Euch vor, es ist 3G und keiner geht hin“, war unter anderem auf Plakaten zu lesen. Die Polizei hatte die Versammlung zuvor wegen einer unmittelbaren Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung untersagt.

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Auch Ersatzversammlungen an anderen Orten dürften nicht stattfinden, wie ein Polizeisprecher betonte. An verschiedenen Plätzen in der Innenstadt verteilten sich anschließend versprengte kleine Gruppen. Die Polizei war mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort. Auch eine Reiterstaffel kam zum Einsatz. Polizisten zu Pferd sperrten die Straße ab und hinderten so Demonstrierende am Weitergehen. Gegenüber dem Potsdamer Landtag und am Nauener Tor fanden jeweils Gegendemonstrationen statt, die zunächst friedlich blieben.

Lübeck

Mehr als Tausend Menschen protestierten in Lübeck friedlich gegen die Corona-Beschränkungen. Mit Transparenten und Spruchbändern zogen die Teilnehmenden durch die Stadtteile St. Jürgen und St. Gertrud in die Lübecker Altstadt. Dort umrundeten sie das Rathaus und kehrten zum Ausgangspunkt zurück. Auf den Transparenten forderten sie unter anderem eine freie Impfentscheidung. Andere hatten sich bunte Lichterketten um den Körper geschlungen. Nach Polizeiangaben hielt sich die Mehrheit der Demonstrationsteilnehmenden an die Abstandsregeln und die Pflicht zum Maskentragen. Unter anderem auch in Eutin, Neustadt, Oldenburg, Scharbeutz und Stockelsdorf in Ostholstein waren wieder Gruppen in unterschiedlich hoher Teilnehmerzahl unterwegs.

Mainz

In Mainz berichtete die Polizei von einem angemeldeten Demonstrationszug von Corona-Kritikern mit rund 200 Teilnehmenden und einer stationären Gegendemo mit knapp 80 Personen. Hinzu kamen in Rheinland-Pfalz Versammlungen in Oppenheim und Bodenheim. Größere Versammlungen wurden in Bad Kreuznach und in Worms erwartet. Es habe keine größeren polizeilichen Eingriffe gegeben. Es wurden aber Verstöße gegen die Corona-Verordnung etwa beim Maskentragen registriert.

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In Landau und in Bad Dürkheim versammelten sich laut Polizei jeweils rund 250 Corona-Kritiker. In Bellheim seien es um die 200 gewesen, in Deidesheim etwa 100. Ein Teil der Veranstaltungen sei angemeldet gewesen, ein anderer Teil nicht, sagte ein Sprecher der Polizei in Ludwigshafen. Bislang sei alles friedlich verlaufen. Die meisten Personen hätten Masken getragen.

Rostock

In Mecklenburg-Vorpommern demonstrierten ebenfalls erneut mehrere Tausend Menschen gegen Corona-Einschränkungen und eine Impfpflicht. So gingen unter anderem in Rostock, Schwerin, Neubrandenburg, Waren, Röbel und Greifswald Menschen aus Protest auf die Straßen, wie Polizeisprecher sagten. Nach ersten Schätzungen beteiligten sich mindestens 8000 Menschen daran, allerdings begannen in vielen Städten die Veranstaltungen erst noch. In Rostock und Greifswald waren auch Gegendemonstrationen angekündigt.

Fulda

In Hessen ist ebenfalls in verschiedenen Städten gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert worden. In Fulda seien bis zu 1000 Menschen unangemeldet unterwegs gewesen, sagte ein Sprecher der Polizei in Fulda am Abend. Bislang sei es friedlich geblieben. „Randale gab es nicht“, sagte der Sprecher. Zudem seien 50 bis 80 Fahrzeuge in einem angemeldeten Korso durch die Stadt gefahren.

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Darmstadt

In Darmstadt berichtete die Polizei von einer Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen. Der genaue Hintergrund werde noch ermittelt, dürfte aber mit unterschiedlichen Meinungen zu den Corona-Regelungen zusammenhängen, sagte ein Sprecher. Zuvor hatte es in der Stadt eine angemeldete Mahnwache von Corona-Kritikern und zudem eine Gegendemo gegeben. Teilnehmerzahlen lagen zunächst nicht vor.

Wangen im Allgäu

Auch im Südwesten demonstrierten wieder zahlreiche Menschen gegen die Corona-Maßnahmen. Allein in Wangen im Allgäu hätten sich am Montag rund 1000 Menschen versammelt, die Veranstaltung sei nicht angemeldet gewesen, berichtete eine Polizeisprecherin am Abend in Ravensburg. Bei den – meist unangemeldeten Treffen – in der Region habe es zunächst keine besonderen Zwischenfälle gegeben.

Treffen gab es auch in Schwetzingen (Rhein-Neckar-Kreis) und in Heidelberg, wie die Polizei in Mannheim berichtete. Eine angemeldete Veranstaltung zum Thema „Solidarität in der Pandemie“ sei in Mannheim ohne besondere Vorkommnisse verlaufen. Ein Polizeisprecher in Reutlingen berichtete von Versammlungen in rund 40 Orten der Region. In Balingen trafen sich demnach mehrere Hundert Menschen.

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Braunschweig

In Braunschweig versammelten sich nach einer ersten Schätzung der Polizei rund 500 Menschen auf dem Domplatz. Wenige Meter entfernt habe eine Gruppe versucht, eine Polizeikette in der Innenstadt zu durchbrechen, sagte Polizeisprecher Dirk Oppermann. Ihm zufolge wurden mehrere Personen vorläufig festgenommen, um die Identitäten für Strafverfahren wegen Landfriedensbruchs einleiten zu können.

Da sich nach Angaben der Polizei kein Versammlungsleiter meldete, beschränkten die Beamten die Versammlung darauf, dass sie nur stationär stattfinden durfte. Vereinzelt wurden aus der Gruppe Menschen fixiert und abgeführt. „In diesen Fällen ging es um Ordnungswidrigkeiten, zumeist wurde gegen die Maskenpflicht verstoßen“, sagte Oppermann. Nach etwas mehr als einer Stunde war der Platz in der Innenstadt wieder leer.

Hannover

In der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover gab es am Montagabend zehn nicht angemeldete Demonstrationen gegen die Corona-Politik, wie ein Polizeisprecher sagte. Etwa 400 Menschen waren laut Polizei im Zentrum von Verden unterwegs und demonstrierten unter anderem mit Plakaten gegen die Corona-Maßnahmen. In Nordenham zählte die Polizei rund 60 Teilnehmer und in Brake etwa 30 Menschen.

Aus mehreren weiteren Städten berichtete die Polizei von unangemeldeten Versammlungen, die den Beamten zufolge größtenteils friedlich abliefen. Es gab aber auch angezeigte Treffen, wie etwa in Hildesheim, wo sich laut Polizei rund 200 Menschen auf dem Andreasplatz trafen.

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RND/dpa/epd/seb

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