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Hildburghausen: Corona-Protest wohl nicht von Rechtsradikalen organisiert

  • Am Mittwochabend gingen rund 400 Personen im Corona-Hotspot Hildburghausen auf die Straße.
  • Die Polizei gehe derzeit nicht davon aus, dass der Protest von Rechtsradikalen organisiert worden war.
  • Bei der illegalen Versammlung in Hildburghausen kam es zu etlichen Verstößen gegen den dort geltenden harten Lockdown.
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Hildburghausen. Der Protest von mehreren hundert Menschen im bundesweiten Corona-Hotspot Landkreis Hildburghausen in Thüringen wurde laut Polizei nicht von Rechtsradikalen organisiert. „Aktuell gibt es keine Hinweise auf einen rechten Initiator“, sagte die Sprecherin der Landespolizeiinspektion Suhl, Julia Kohl, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

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Thüringer Landkreis kämpft mit mehr als 600 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner
2:35 min
In Hildburghausen gelten bereits Ausgangsbeschränkungen, Schulen und Kindergärten sind geschlossen. In der Bevölkerung regt sich Widerstand.  © Reuters

In Hildburghausen hatten sich am Mittwochabend 400 Menschen versammelt. Sie waren laut Polizei singend und mit Sprechchören wie „Friede, Freiheit, Demokratie“ durch die Stadt gezogen. Viele trugen keinen Mund-Nasen-Schutz und hielten den Mindestabstand nicht ein. Eine Anmeldung für eine Demonstration gab es laut Landratsamt im Vorfeld nicht. Die Polizei zerstreute die Ansammlung schließlich, auch mit Hilfe von Pfefferspray.

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Harter Lockdown seit Mittwoch

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Im Landkreis Hildburghausen gilt aufgrund rasant steigender Infektionszahlen seit Mittwoch ein harter Lockdown. Die rund 63.000 Einwohner in der Region dürfen bis zum 13. Dezember ihre Wohnungen nicht mehr ohne triftigen Grund verlassen, Schulen und Kindergärten wurden geschlossen.

Am Donnerstag wurde mit 602,9 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche erstmals ein Wert von mehr als 600 erreicht. Der Kreis hält damit weiterhin bundesweit den höchsten Wert.

RND/dpa

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