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Corona-“Lockdown”-Studie: Ruhe in den Heimen hat Demenzkranken gutgetan

  • Der Corona-"Lockdown" hat bei Heimbewohnern ganz unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen.
  • Als massivstes Problem sei das Besuchsverbot für Angehörige wahrgenommen worden.
  • Auf stark an Demenz erkrankte Bewohner soll aber genau das einen positiven Effekt gehabt haben.
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Münster. Traurig und verzweifelt, aber auch verständnisvoll haben Bewohner von Pflegeheimen laut einer Studie der Fachhochschule Münster auf den Corona-"Lockdown" reagiert.

Als massivstes Problem sei das Besuchsverbot für Angehörige wahrgenommen worden, sagte Mirko Sporket vom Fachbereich Sozialwesen der FH am Montag. Aufgrund des Besuchsverbotes in den Heimen hatte der Hochschullehrer für die Studie online 34 Mitarbeiter in vier Seniorenheimen befragt.

Mitarbeiter fühlten sich stärker belastet als Senioren

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Danach scheine sich für stark an Demenz erkrankte Bewohner die Situation weniger dramatisch dargestellt zu haben als zunächst befürchtet, berichtete Sporket: "Sie wurden teilweise sogar als entspannter beschrieben." Das Besuchsverbot habe in diesen Fällen die Angehörigen vermutlich schlimmer getroffen als die Senioren selbst. Laut den Befragten habe die Ruhe in den Heimen den Demenzkranken gutgetan.

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Die Mitarbeiter in den Einrichtungen hätten sich während des Lockdowns stärker belastet gefühlt, sagte Sporket. Als Gründe nannten sie den Angaben zufolge unter anderem wenig Kontakt zu den Kollegen, Sorge vor eigener Ansteckung, Konflikte mit Angehörigen und das Leid der Bewohner. Andererseits spürten viele eine höhere gesellschaftliche Wertschätzung und einen stärkeren Zusammenhalt im Team.

RND/epd

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