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Corona: Kinder müssen sich per Walkie-Talkie von sterbender Mutter verabschieden

  • Sie überlebte eine Krebserkrankung – und starb dann an Covid-19.
  • Das Schicksal einer Mutter aus den USA berührt derzeit viele Menschen.
  • Im Netz wurde bereits eine halbe Million Dollar für die hinterbliebenen Kinder gespendet.
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Washington. Gerade erst hatte eine Mutter aus Washington (USA) eine Krebserkrankung überstanden – da wurde bei ihr Covid-19 diagnostiziert. Am 16. März erlag sie ihrer Krankheit. Für ihre Kinder war dieses Ereignis überaus tragisch, wie die Nachrichtenseite “Buzzfeed News” berichtet: Diese mussten sich nämlich per Walkie-Talkie von ihrer sterbenden Mutter verabschieden.

Laut dem Bericht hatten die Kinder im Alter von 13 bis 24 Jahren vor acht Jahren bereits ihren Vater verloren. Anfang März dieses Jahres habe sich dann ihre Mutter plötzlich sehr schlecht gefühlt. Sie sei schwach gewesen, habe Schwierigkeiten beim Atmen gehabt und Kopfschmerzen bekommen.

Coronavirus war im März noch unvorstellbar

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“Sie dachte, sie hätte wahrscheinlich eine Grippe”, erzählt der 20 Jahre alte Sohn der Familie gegenüber “Buzzfeed”. “Aber das Coronavirus? Es war irgendwie schwer für uns zu verstehen, wie sie sich anstecken konnte, weil nicht so viele Leute hier die Krankheit hatten.”

Im Krankenhaus sei dann später jedoch die Infektion mit Sars-CoV-2 festgestellt worden. Zunächst hätten die Kinder ihre Mutter noch mit einer Gesichtsmaske besuchen dürfen. Schließlich sei sie aber völlig isoliert worden und die Kinder hätten sie nur noch durch eine Glasscheibe sehen können.

Abschied per Walkie-Talkie

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Kurz vor ihrem Tod habe sich die Familie dann noch einmal vor der Glasscheibe versammelt. Das Personal habe es der Familie ermöglicht, Abschiedsworte an die 42-Jährige zu richten. “Sie nahmen ein Walkie-Talkie und legten es direkt neben ihr Bett auf das Kissen”, erinnerte sich der Sohn in einem CNN-Interview. Er habe seiner Mutter versichert, dass die älteren Geschwister dafür sorgen würden, “dass mit den Jüngeren alles in Ordnung ist und dass sie zu den Erwachsenen heranwachsen, die meine Mutter sich wünschen würde”.

Der älteste Sohn der Familie (24) wolle nun das Sorgerecht für die jüngeren Geschwister im Alter von 13, 14 und 15 Jahren übernehmen. Um finanziell über die Runden zu kommen, haben Menschen auf einer Gofundme-Seite bereits eine halbe Million Dollar für die Familie gespendet.

RND/msc

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