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Impfskandal Friesland: Land zahlt Entschädigung für Nachimpfung

  • Eine Krankenschwester hatte Impfstoff gegen Kochsalzlösung ausgetauscht.
  • Da nicht bekannt ist, welche Menschen betroffen sind, müssen nun rund 10.000 Patienten nachgeimpft werden.
  • Dafür bekommen sie eine finanzielle Aufwandsentschädigung.
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Jever. Im Impfskandal im niedersächsischen Landkreis Friesland bieten das Land und der Landkreis den von einer Nachimpfung betroffenen Menschen auf Antrag eine finanzielle Aufwandsentschädigung an. Wer eine Nachimpfung erhalte, könne pauschal 35 Euro bekommen, teilte der Landkreis am Freitag auf seiner Website mit. Bei zwei Impfungen seien es 50 Euro. Insgesamt könnten 10.183 Personen einen Antrag stellen.

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Den bisherigen Ermittlungen zufolge hatte eine Krankenschwester im April in mindestens sechs Fällen im Impfzentrum Schortens-Roffhausen Impfstoff gegen eine Kochsalzlösung ausgetauscht. Als Grund gab die examinierte Pflegekraft laut den Ermittlern an, dass ihr eine Ampulle mit dem Vakzin zerbrochen sei. Aus Furcht vor einer Entlassung habe sie dann die Spritzen lediglich mit Kochsalz aufgefüllt.

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Später hieß es, die Ermittler könnten nicht ausschließen, dass die Frau bereits zuvor mehrfach ausschließlich Kochsalz verwendet habe. Deshalb müssten nun rund 10.000 Menschen nachgeimpft werden. Nach Angaben von Landrat Sven Ambrosy (SPD) sind etwa 10,3 Prozent der Gesamtbevölkerung und jeder siebte Geimpfte im Landkreis von dem Skandal betroffen.

RND/epd

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