Corona im Griff? - China öffnet Verbotene Stadt und Große Mauer

  • China öffnet nach den Schreckensmonaten der Corona-Pandemie wieder touristische Attraktionen.
  • Besucher können jetzt auf die Große Mauer, auch im Kaiserpalast von Peking ist wieder Publikum erlaubt - wenn auch nur 5000 statt früher 80.000 Personen.
  • Mundschutz und Handy-App sind Pflicht, die Behörden mahnen zur Vorsicht während der Maifeiertage.
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Peking. Mehr als drei Monate nach der Schließung wegen des Ausbruchs des neuen Coronavirus in China sind der Kaiserpalast in Peking und die Große Mauer wieder für Besucher geöffnet worden. Auch Parks und Museen öffneten am Freitag ihre Tore. Eintrittskarten mussten über das Internet bestellt werden. Die Zahl der Besucher wurde stark begrenzt. Der auch Verbotene Stadt genannte Kaiserpalast lässt nur 5000 Besucher täglich zu - früher waren 80 000 erlaubt. Städtische Parks erlauben nur 30 Prozent der üblichen Besucherzahlen.

Es wird Fieber gemessen und die Handy-App gecheckt

An den Eingängen wurde Fieber gemessen. Besucher mussten ferner Mundschutz tragen und mit einem grünen Code auf einer in China jetzt weit verbreiteten Handy-App nachweisen, dass sie nicht krank sind oder Kontakt zu Infizierten mit dem Sars-CoV-2-Virus hatten. Auch mussten sie Abstand zueinander halten.

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Dennoch ist die Öffnung der Touristenattraktionen zum Maifeiertag ein weiteres Zeichen, dass China das Virus in den Griff bekommen hat.

Die Gesundheitskommission meldete am Freitag landesweit nur zwölf neue Ansteckungen, davon sechs bei heimkehrenden Chinesen. Seit mehr als zwei Wochen ist kein Todesfall mehr berichtet worden. Offiziell sind seit Ausbruch der Lungenkrankheit Covid-19 in China 4633 Tote sowie 83 000 Infektionen berichtet worden. Beobachter gehen aber davon aus, dass viele Fälle nicht in der Statistik mitgezählt worden sind. 599 Patienten werden derzeit noch in Krankenhäusern behandelt.

Mahnung zur Vorsicht während der Maifeiern

Die Behörden riefen die Bevölkerung auf, während der fünftägigen Ferien zum Maifeiertag weiter vorsichtig zu sein und Vorkehrungen zu treffen. Es wird ein Drittel weniger Bahnreisen als im Vorjahr erwartet.

RND/dpa

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