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Corona-Hotspots in Deutschland: Diese Städte überschreiten den kritischen Wert

  • Immer wieder überschreiten deutsche Städte den kritischen Wert im Kampf gegen das Coronavirus.
  • Der kritische Wert wird erreicht, wenn Städte 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen verzeichnen.
  • Welche Regionen aktuell davon betroffen sind, erfahren Sie hier.
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Hannover. Deutschlandweit überschreiten einzelne Städte die wichtige Warnstufe im Kampf gegen das Coronavirus. In der vergangenen Woche hatte die Stadt München erneut die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Wie aus den Angaben des Robert-Koch-Instituts vom Samstag hervorgeht, übersteigen inzwischen 20 Städte und Landkreise im Freistaat Bayern den kritischen Corona-Warnwert. 22 weitere haben den Frühwarnwert von mehr als 35 erreicht, wie aus der Statistik des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hervorgeht.

Angeführt wird die Liste vom Landkreis Berchtesgadener Land mit einem Wert von 149,16, gefolgt von der Stadt Weiden in der Oberpfalz mit 105,28. Insgesamt haben sich den Daten zufolge inzwischen bereits 78.187 Menschen im Freistaat mit dem Coronavirus infiziert; 2711 sind gestorben. Als genesen gelten 66.310 Menschen. Wegen der in vielen Regionen stark steigenden Corona-Infektionszahlen gelten in weiten Teilen Bayerns ab diesem Samstag deutlich schärfere Auflagen, etwa eine erweiterte Maskenpflicht.

Zwei Landkreise überschreiten 200er-Marke

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Es sind traurige Rekorde: Am Montagmorgen lag im bayrischen Berchtesgardener Land die Sieben-Tage-Inzidenz laut RKI am Montagmorgen bei 252,1. Damit überschritt die Region als erster Landkreis in Deutschland die 200er-Marke deutlich, ein bitterer Rekord. Kurze Zeit später zog dann auch der niedersächsische Landkreis Delmenhorst mit 223 auch über die kritische Marke. Bereits am Wochenende hatte Delmenhorst einen Sieben-Tage-Inzidenzwert von fast 200 erreicht.

Hamburg überschreitet wichtigen 50er-Warnwert

Hamburg hat in der Corona-Pandemie die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Die Gesundheitsbehörde gab den Wert für den Stadtstaat am Montag mit 50,6 an. Bund und Länder hatten beschlossen, dass schärfere Regeln greifen müssen, wenn dieser Grenzwert überschritten wird.

Chemnitz überschreitet Grenzwert für Corona-Risikogebiet

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Die Stadt Chemnitz hat den kritischen Grenzwert für die Einstufung als Corona-Risikogebiet überschritten. In den vergangenen sieben Tagen seien 134 neue positive Fälle aufgetreten, teilte die Stadt am Montag mit. Damit sei der Grenzwert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner mit 53,7 deutlich überschritten. Die Situation sei besorgniserregend.

Die Stadt kündigte eine neue Allgemeinverfügung an, die weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens vorsieht und ab Mittwoch gelten soll. Ansammlungen und Veranstaltungen im öffentlichen Raum sind dann verboten, Feiern privat oder in Gaststätten künftig nur noch mit bis zu zehn Personen erlaubt. Bei Sportveranstaltungen dürfen keine Besucher anwesend sein. Für Schank- und Gaststätten wird es von 22.00 Uhr an eine Sperrstunde geben.

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Gütersloh und Rhein-Erft-Kreis überschreiten Corona-Warnstufe

Die Stadt Gütersloh und der Rhein-Erft-Kreis haben ebenfalls die wichtige Grenze von 50 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen überschritten. Wie aus den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montagmorgen hervor ging, lagen die Werte bei 53,7 und 55.

Landkreis Görlitz überschreitet Grenzwert für Corona-Risikogebiete

Der Landkreis Görlitz hat nach eigenen Angaben den Grenzwert für die Einstufung als Corona-Risikogebiet überschritten. In den vergangenen sieben Tagen seien rund 56 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner aufgetreten. Die Kreisverwaltung habe deshalb eine neue Allgemeinverfügung erlassen, die von Montag am gelte, wie das Landratsamt mitteilte. Großveranstaltungen, Versammlungen und Feiern sind demnach nur noch mit weniger Teilnehmern erlaubt. Gleiches gilt für private Treffen. Bei Zusammenkünften in geschlossenen Räumen außerhalb der eigenen Wohnung und im öffentlichen Raum wird dringend das Tragen einer Mund-Nasenbedeckung empfohlen, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht gewahrt werden kann und keine alternativen Schutzvorrichtungen wie Trennscheiben zur Verfügung stehen.

Karte mit Corona-Hotspots in Deutschland

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Der kritische Wert wird erreicht, wenn Städte 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen verzeichnen. Welche Regionen aktuell davon betroffen sind und welche sich dem kritischen Wert nähern, können Sie unserer Grafik entnehmen.

Corona-Neuinfektionen in Berlin nehmen weiter zu

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Berlin wächst nach wie vor. Am Sonntag wurden 302 weitere Fälle registriert. Das geht aus dem neuen Lagebericht der Gesundheitsverwaltung hervor. Die Gesamtzahl der bestätigten Corona-Fälle liegt nun bei 21 428. 16 104 (+210 im Vergleich zu Samstag) der Betroffenen gelten als genesen. 241 Menschen starben in Zusammenhang mit Covid-19 (+2).

Die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen wuchs den Angaben zufolge auf 86,9. Damit liegt Berlin weiter deutlich über dem kritischen Schwellenwert von 50. Heraus sticht weiter Neukölln mit 179,1 - bundesweit ein Hotspot. Auch in Mitte (133,8), Friedrichshain-Kreuzberg (113,3) und Tempelhof-Schöneberg (101,4) liegt der Wert über 100.

Der Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten beträgt 5,3 Prozent.

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Bund und Länder verschärfen Corona-Regeln
1:49 min
So soll der rasante Anstieg an Neuinfektionen gebremst werden und eine Überlastung des Gesundheitssystems vermieden werden.  © Reuters

Corona-Infektionen in Baden-Württemberg

Auch die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Baden-Württemberg und die der Städte, die dort den Grenzwert überschreiten, nimmt zu. In Heilbronn war der Warnwert am Samstag mit 82,9 am höchsten. In Stuttgart ging er auf 69,2 zurück. Über der kritischen Schwelle von 50 lagen auch der Alb-Donau-Kreis (63,9) die Landkreise Esslingen (74,9), Göppingen (50,7), Ludwigsburg (72,6), Reutlingen (51,2), Schwäbisch Hall (55,9), Tübingen (65,6) sowie der Schwarzwald-Baar-Kreis (58,8). Auch die Städte Mannheim (58,6) und Baden-Baden (54,4) überschritten den Wert.

Wegen des Anstiegs der Infektionszahlen hat Baden-Württemberg die höchste Corona-Alarmstufe ausgerufen. Weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wie eine verschärfte Maskenpflicht in der Öffentlichkeit und zusätzliche Kontaktbeschränkungen sollen am Montag in Kraft treten, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Samstag nach einer außerordentlichen Kabinettssitzung mitteilte.

Mehr als 400 Corona-Neuinfektionen in Hessen

In Hessen haben sich binnen eines Tages weitere 407 Menschen nachgewiesen mit dem Coronavirus angesteckt. Nach den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) von Sonntagmorgen starb ein weiterer Mensch an den Folgen einer Infektion. Die Zahl der Todesfälle lag damit bei insgesamt 573. Seit Beginn der Pandemie wurden 25.440 Corona-Fälle in Hessen registriert.

Die Stadt Offenbach führte weiterhin die Liste der Kommunen mit mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Inzidenz) an: Der Wert lag bei 115,1. In Kassel lag die Inzidenz bei 106,9 und in Frankfurt bei 101,0.

Den kritischen Wert von 50 überschreiten weiter auch der Kreis Groß-Gerau (85,2), der Main-Taunus-Kreis (67,1), der Hochtaunuskreis (65,4), die Stadt Wiesbaden (60,0) sowie der Kreis Bergstraße (57,3). Der Kreis Offenbach lag mit einer Inzidenz von 59,0 ebenfalls über der Schwelle. Einige Kommen sanken auch wieder unter den kritischen Wert von 50: Dazu zählten laut den RKI-Zahlen Darmstadt (47,5), der Lahn-Dill-Kreis (47,4) und der Kreis Marburg-Biedenkopf (46,9).

Duisburg und Düsseldorf überschreiten kritischen Wert

Auch die nordrhein-westfälische Stadt Duisburg hat die Warnstufe überschritten. Nach Angaben des RKI vom vergangenen Montag liegt der Wert bei 50,1 (Datenstand 12.10., 0 Uhr). Seit Beginn der Corona-Krise haben die Gesundheitsämter in der Stadt 3251 nachweisliche Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 gemeldet.

Am Abend meldete auch Düsseldorf, man habe die Stufe überschritten. Am Montag sei ein Wert von 54,8 erreicht worden, teilte die Stadt mit.

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RKI: Rekordwert bei Corona-Neuinfektionen in Deutschland
1:05 min
Nach Angaben vom Donnerstag meldeten die Gesundheitsämter 6638 Neuinfektionen. Das sind rund 1500 mehr als am Mittwoch.  © dpa

Bremen und Kreis Neunkirchen weit über kritischer Marke

Mit 52 neuen Infektionen seit Montag bleibt die Stadt Bremen weit über einem wichtigen Corona-Grenzwert. Für Dienstag wurde eine Inzidenz von 79,3 Fällen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen errechnet, wie der Senat mitteilte.

Am Dienstag hat der saarländische Kreis Neunkirchen bei den Neuinfektionen mit Covid-19 die kritische Schwelle von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschritten. Nachdem am Dienstag 49 neue Fälle bestätigt worden seien, liege die so genannte Inzidenz bei 65,6, teilte der Kreis auf seiner Internetseite mit. „Jetzt gilt es umso mehr, die Hygieneregeln und Abstandsregeln einzuhalten.“ Nach dem Kreis St. Wendel ist Neunkirchen der zweite Kreis im Saarland, der nun als Risikogebiet gilt.

Weitere Corona-Hotspots in Niedersachsen

Wegen der steigenden Infektionszahlen hat der Landkreis Celle am Samstag schärfere Auflagen erlassen. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritt am Samstag die Schwelle von 35 und lag laut Landesgesundheitsamt (Stand 9.00 Uhr) bei 43,6. Deshalb ist nun im Landkreis die zulässige Anzahl an Teilnehmenden bei Privatveranstaltungen, Feiern und Zusammenkünften auf höchstens 25 Menschen beschränkt, teilte die Behörde mit.

Am Samstag waren der Landesstatistik zufolge in den Landkreisen Grafschaft Bentheim, Emsland, Cloppenburg, Vechta, Oldenburg, Northeim und in der Stadt Delmenhorst der kritische Wert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner überschritten. Die höchsten Werte gab es in Delmenhorst (153,4 Fälle pro 100 000 Einwohner auf sieben Tage) und im Kreis Cloppenburg (123,6 Fälle). Landesweit nahm die Zahl der laborbestätigten Fälle um 554 auf 25 453 zu.

Leicht unter diesem 50er-Wert war wieder der Landkreis Osnabrück gefallen und lag bei 48,3 Fällen pro 100 000 Einwohnern auf sieben Tage. Allerdings lag der Kreis Osnabrück seiner eigenen Statistik zufolge mit 55,8 immer noch über diesem Wert. Unterschiede in der Statistik ergeben sich durch verschiedene Zählzeiträumen.

Fast 250 neue Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz - weitere Hotspots

Weitere 248 Rheinland-Pfälzer haben sich innerhalb eines Tages nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Erreger blieb unverändert bei 263, wie das Gesundheitsministerium in Mainz am Sonntag mitteilte. Seit Beginn der Pandemie seien insgesamt 13 642 Infektionen registriert worden. Als genesen gelten 10 550 Menschen.

Die meisten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen (Inzidenz) hatte weiterhin der Landkreis Bitburg-Prüm: Der Wert lag hier bei 119 und war damit im Vergleich zum Vortag etwas gesunken. Im Kreis Birkenfeld stieg die Inzidenz auf 108.

Mehrere Kommunen lagen über dem kritischen Wert von 50 Neuinfektionen. Neu hinzu kamen der Kreis Altenkirchen, wo der Wert deutlich von 45 auf 75 stieg, sowie Zweibrücken. Die Inzidenz in der Stadt lag nun bei 73 nach 32 am Vortag. Weiterhin über der Schwelle rangierten zudem der Kreis Vulkaneifel mit 79 sowie die Landeshauptstadt Mainz mit 67.

Thüringen: Landkreis Sömmerda überschreitet kritischen Pandemie-Wert

Als zweite Region Thüringens hat der Landkreis Sömmerda einen besonders kritischen Wert in der Entwicklung der Corona-Pandemie erreicht. Nach Angaben der Website des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag stieg die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage auf 54,7. Bereits ein Schwellenwert von 50 gilt als besonders heikel.

RND/dpa/liz/msc

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