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  • Corona-Hotspot Hildburghausen: 600 Neuinfektionen pro Woche - neue Rekord-Inzidenz

Rekord-Inzidenzwert von 600 im Corona-Hotspot Hildburghausen

  • Der Inzidenzwert im Corona-Hotspot Hildburghausen in Thüringen steigt weiter.
  • Bundesweit wird dort erstmals ein Wert von mehr als 600 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gemessen.
  • Am Mittwochabend hatten noch rund 400 Personen in Hildburghausen gegen die Corona-Maßnahmen protestiert.
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Erfurt/Hildburghausen. Der Corona-Hotspot Hildburghausen in Thüringen hat am Donnerstag erneut den deutschlandweiten Höchstwert an Neuinfektionen mit dem neuartigen Virus verzeichnet und damit den nächsten negativen Rekord aufgestellt. Mit 602,9 wurde erstmals ein Wert von mehr als 600 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche registriert, wie das Robert-Koch-Institut mitteilte.

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Thüringer Landkreis kämpft mit mehr als 600 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner
2:35 min
In Hildburghausen gelten bereits Ausgangsbeschränkungen, Schulen und Kindergärten sind geschlossen. In der Bevölkerung regt sich Widerstand.  © Reuters

Innerhalb der letzten 24 Stunden kamen nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Erfurt allein im Landkreis Hildburghausen 70 neue Fälle hinzu, landesweit waren es 628. Damit liegt die Gesamtzahl der seit Beginn der Corona-Pandemie in Thüringen nachgewiesenen Infektionen bei 15.248.

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Proteste auf Marktplatz

Am Mittwochabend hatten sich entgegen der Thüringer Infektionsschutzverordnung 400 Personen auf dem Marktplatz in Hildburghausen versammelt. Bei den Protesten gab es zahlreiche Verstöße, die Polizei setzte Pfefferspray ein, um die Situation in den Griff zu bekommen. Am Donnerstag erklärte eine Sprecherin der Polizei, dass der Protest wohl nicht von Rechtsradikalen organisiert wurde.

32 Thüringer werden künstlich beatmet

Als genesen gelten in Thüringen 10.260 Menschen, die Zahl der an oder mit dem Coronavirus Verstorbenen stieg auf 327. 74 Patienten wurden laut der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin am Donnerstag auf Intensivstationen behandelt, 32 davon mussten künstlich beatmet werden.

RND/dpa

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